Eine positive Entwicklung weist die Verkehrsunfallstatistik 2014 für den Bereich der Einheitsgemeinde Havelberg aus. Denn die Zahl der Unglücke im Straßenverkehr ist weiter zurückgegangen.

Havelberg/Schönhausen l So ereigneten sich im Vorjahr mit 179 Verkehrsunfällen 23 weniger als 2013. Dabei wurden drei Personen schwer und 18 (eine Verdoppelung gegenüber dem Jahr zuvor) leicht verletzt. Einen Vorfall mit tödlichem Ausgang gab es auf den Straßen der Einheitsgemeinde nicht.

Bei den Unfallursachen liegt das Wenden/Rückwärtsfahren an erster Stelle, gefolgt vom Sicherheitsabstand. Fast gar keine Rolle spielt, was schon etwas überraschend ist, die überhöhte beziehungsweise unangepasste Geschwindigkeit mehr. Lediglich zweimal taucht sie in der Statistik als Unfallursache auf. Und ebenso ereignete sich nur ein Unglück unter alkoholischer Beeinflussung.

Wildunfälle sind stark rückgängig

20 Mal krachte es an Kreuzungen und Einmündungen. elfmal in Kurven. Vier Unfälle ereigneten sich bei Glätte.

An 52 Unfällen - das entspricht 29 Prozent des Gesamtunfallaufkommens - waren Tiere des Waldes beteiligt: ein Rückgang von neun gegenüber 2013. Auch diese Zahl ist als äußerst erfreulicher Aspekt in der Verkehrsunfallentwicklung der letzten Jahre zu werten. Denn vor noch gar nicht so langer Zeit lag der Anteil der Verkehrsunfälle mit Wild in der Region bei knapp über 50 Prozent.

Die meisten Vorkommnisse gab es mit Pkw, nämlich 158 Mal, davon in 82 Fällen schuldhaft. 27 Mal waren Lkw-Fahrer beteiligt, davon 20 Mal schuldhaft. Radfahrer weist die Unfallstatistik 2014 neun aus, vier davon lösten einen Unfall aus.

Interessant ist auch ein Blick auf das Alter der Unfallverursacher. In elf Fällen waren es 18- bis 25-Jährige, in 31 Fällen über 65-Jährige, die damit diesen Teil der Statistik anführen.

An Wochentagen nimmt der Donnerstag mit 37 Unglücken die führende Position ein, gefolgt vom Freitag mit 31, vom Montag mit 26 und vom Sonnabend mit 23.

Zwei Verkehrstote im Elbe-Havel-Land

Auch in der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land konnte die Polizei 2014 einen erheblichen Rückgang der Verkehrsunfälle gegenüber 2013 bilanzieren. Insgesamt hatten sich hier im Vorjahr 261 Unglücke ereignet, 117 (!) weniger als ein Jahr zuvor. Allerdings wird diese Zahl von zwei tödlichen Unfällen überschattet, die am 10. August zwischen Sandau und Wulkau und am 24. August zwischen Neuschollene und der Landesgrenze Brandenburg passierten. Dabei verlor jeweils ein Motorradfahrer sein Leben. Bis auf diese tragischen Ausgänge hielt sich die Zahl der Schwerverletzten mit einer Person (ein Rückgang von 12) und 19 Leichtverletzten (einer mehr als 2013) in Grenzen.

Anders als im Havelberger Bereich nimmt hier die Geschwindigkeit als Unfallursache die erste Stelle ein. Zu schnelles Fahren war 20 Mal ausschlaggebend für einen Verkehrsunfall. Wenden und Rückwärtsfahren folgt mit 14 Fällen. Fahren unter Alkoholeinfluss war achtmal (plus fünf) Unfallursache. Erfreulicherweise bildete die Fischbecker "Kreuzung" keinen Schwerpunkt mehr.

Von den 261 Vorkommnissen im Elbe-Havel-Land sind 136 auf die Beteiligung von Wild zurückzuführen gewesen, 83 weniger als im Jahr zuvor.