Groß sind die Schuttberge auf dem alten Kindergartenhof in Fischbeck, dem künftigen Feuerwehr-Domizil. Mehr als ursprünglich geplant wurde abgerissen.

Fischbeck l Altes Wohnhaus, Scheune, Stallanlagen - das alles ist vor ein paar Wochen abgerissen worden, um Baufreiheit für das neue Gerätehaus der Fischbecker Feuerwehr zu schaffen. Das große ehemalige Kindergartengebäude sollte stehenbleiben - die Gemeinde wollte daraus Wohnungen machen. Doch diese Pläne wurden noch einmal geändert. "Die Kostenschätzung hat ergeben, dass wir eine halbe Million Euro bräuchten, um das schon lange leerstehende Gebäude, das zwar noch eine gute Bausubstanz hatte, herzurichten. Dieses Geld haben wir aber nicht. Und eine Garantie, dass wir dann Mieter finden, gibt es auch nicht", begründet Bürgermeister Bodo Ladwig die Entscheidung. "Und ehe das Haus weiterhin als Ruine stehen bleibt und wir uns irgendwann doch für den Abriss entscheiden, reißen wir es gleich jetzt mit ab - das spart etwas Geld." Ruinen gebe es mit der alten Gaststätte und dem Konsum genug entlang der Ortsdurchfahrtstraße. Nun könne das Areal für die Feuerwehr sehr schön angelegt werden.

Mehr Trockner im Haus der Vereine

Die großen Schuttberge sollen bis Freitag verschwunden sein - da hat die Prignitzer Firma noch viel zu tun.

Denn bereits am kommenden Montag erfolgt der feierliche erste Spatenstich für das Gerätehaus. Das muss neu gebaut werden, weil das alte in der Fährstraße nach dem Deichbruch so geschädigt war, dass nur der Abriss blieb.

Um 10.30 Uhr erfolgt der feierliche Akt, zu dem auch Vertreter der Landesregierung geladen sind. Den Zuschlag für den Bau hat die Schönhauser Firma von René Schulz erhalten. Sie will das ehrgeizige Ziel, den Gebäude-Komplex bis Jahresende fertigzustellen, umsetzen. Dann kann die Feuerwehr nach zweieinhalb Jahren endlich aus der Scheune ausziehen.

Auch an anderen Flut-Sanierungen geht es in der Gemeinde voran. Mitten im Bau befindet sich die Kabelitzer Straße in Fischbeck, die deshalb auch voll gesperrt ist. Um das unvorhergesehen sehr nasse Haus der Vereine mit Kegelbahn möglichst schnell zu trocknen - die Feuchtigkeit war beim Entkernen unter den Fliesen zum Vorschein gekommen - und dann mit der Sanierung zu beginnen, stellt das DRK jetzt noch zusätzliche Trockner zur Verfügung. "Wir können hier erst weitermachen, wenn die Nässe wirklich raus ist aus den Wänden", bedauert Bauamtsleiter Ulf Wabbel die Verzögerung der Sanierung.