Die Evangelische Kirchengemeinde Havelberg hat sich auf die Besucherströme zur Buga vorbereitet. Unter anderem wurde der Domladen, der in den Paradiessaal gerückt ist, eingerichtet. Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen als Domführer, Aufsichtsperson und im Laden.

Havelberg l In einer großen Runde saßen die Ehrenamtlichen am Dienstag im Musikraum am Paradiessaal zusammen. Pfarrer Frank Städler hatte sie eingeladen, um sie zu informieren und mit ihnen über die verschiedenen Einsatzgebiete zu sprechen. Manche sind schon "alte Hasen", andere noch relativ neu. Die Faszination des Domes, das Interesse, Menschen kennenzulernen und ihnen den Dom zu zeigen, die Spannung auf die Buga sind Motivationen für die ehrenamtlichen Helfer unter anderem aus Havelberg, Nitzow und Kamern, einen Teil ihrer Freizeit einzubringen.

Am 1. April hatten zwar auch zehn Ein-Euro-Jobber zur Unterstützung der Kirchgemeinde ihre Tätigkeit begonnen. Doch reichen sie bei weitem nicht aus, die täglichen Öffnungszeiten an 177 Buga-Tagen abzusichern.

Max Tietze übernimmt die Koordinierung der Termine für die Ehrenamtlichen. Ansprechpartnerin für alle ist Katrin Städler. Zwölf ausgebildete Domführer hat die Kirchengemeinde, von denen die meisten auch Stadtführer sind, so dass auch Stadtführungen angeboten werden. Während der Buga werden mittwochs und freitags jeweils um 11 und 14 Uhr feste Zeiten für Domführungen angeboten. Um 12 Uhr gibt es montags bis sonnabends Andachten, die ebenfalls durch Ehrenamtliche abgesichert werden. Dienstags bis freitags heißt es zudem Orgel Punkt 3 mit einem bis zu 20-minütigem Orgelspiel. Mittwochs ist um 8.30 Uhr Morgenlob und sonntags ab 10 Uhr Gottesdienst. Domführungen sind im Übrigen auch ohne Buga-Eintrittskarte möglich. Der Zugang erfolgt für diese Gruppen vom Propsteiplatz aus.

Neu eingerichtet ist der Domladen, der den bisherigen Büchertisch im Eingangsbereich des Paradiessaales ersetzt. Das hat auch mit den Besucherströmen zur Buga zu tun, erklärt der Pfarrer. Der Eingang zu Dom und Prignitz-Museum befindet sich zur Buga im alten Museumseingang direkt am Domplatz, der Ausgang führt durch den Paradiessaal.

In einem Teil des mittelalterlichen Saales stehen nun die Regale, die mit christlicher Literatur, Büchern über Havelberg, regionalen Produkten und Spielzeug gefüllt sind. Weitere Produkte, gern von Leuten aus der Region, sind gewünscht. Zu Ostern wurde der Domladen bereits sehr gut angenommen, berichteten die Ehrenamtlichen, die Dienst hatten. Gut 1000 Besucher wurden über die Feiertage im Dom gezählt. Das könnten zur Buga jeden Tag so viele sein beziehungsweise noch mehr werden.

Die Kirche fühlt sich als Teil der Buga und will mit einer guten Willkommenskultur zum Gelingen beitragen.

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