Die exzessive Rehwildjagd im Jederitzer Holz war kürzlich auch bei der Jahresversammlung des Hegeringes Elb-Havel-Winkel ein Thema.

Kuhlhausen l Wie schon bei den Jagdgenossen in Jederitz kam das Thema auch bei der Sitzung des Hegeringes in Kuhlhausen zur Sprache. Kritisiert wurden die hohen Abschusszahlen mitten im Winter, wo das Wild eigentlich in Ruhe gelassen werden sollte. Inzwischen gab es Neuigkeiten, berichtete Vorsitzender Falko Leue: Der Jagdbeirat des Kreises habe entschieden, dass das Jederitzer Holz extra beplant wird. Das bedeutet, dass die Abschusszahlen der geringeren Reviergröße angepasst werden müssen - 26 Rehe sind erlaubt. Allerdings muss das Land dem noch zustimmen.

Bei der Hubertusjagd in Garz wurden zwei Schweine und zwei Füchse gestreckt, jetzt ist Warnau Ausrichter. Den Hegering mit seinen 50 Mitgliedern verstärken seit der Sitzung vier weitere Waidmänner: Uwe Klemm, Martin Teubner, Helge Schütte und Andreas Rohde.

Im letzten Jagdjahr wurden 374 Waschbären erlegt - ein neuer Rekord, informierte Peter Hofmann über die Abschusszahlen. Mit 89 starben die meisten in Wulkau, nur zwei weniger waren es in Jederitz. Im Jahr zuvor waren es 317 gewesen - trotz der Flut.

Von den 138 Rehen wurden die meisten mit 56 in Sandau gestreckt, 34 Rehe davon starben auf der Straße, allein elf um Wulkau. Nach der Flut hatte es hier einen drastischen Einbruch gegeben, in Garz wurden im Jagdjahr nur zwei und in Warnau sechs Rehe erlegt.

Auf der Strecke blieben zudem 84 Wildschweine, mit 24 die meisten in Havelberg. Zudem wurden 17 Stücken Rotwild erlegt, darunter im Jederitzer Revier ein kapitaler ungerader 16-Ender. 83 Füchse wurden geschossen - Tendenz leicht fallend, zudem 10 Dachse, 24 Marderhunde, 13 Minke und 6 Nutrias.

Beim jagdlichen Schießen auf dem Schießstand im brandenburgischen Neustadt (Dosse) schaffte Hubert Aselmeyer aus Rehberg 190 von 225 möglichen Punkten, Christian Ahrens kam auf 185 und Tom Aselmeyer auf 181 Punkte.