Havelberg (ans) l "Positiv überrascht" zeigten sich die Preisrichter von den Arbeiten der Steinmetze für die Buga-Ausstellung "Grabgestaltung und Denkmal", die auf dem alten Domfriedhof in Havelberg zu sehen ist. "Hier werden wir wohl einige Goldmedaillen vergeben. Das ist nicht immer so", sagt Jury-Vorsitzender Hermann Rudolph vom Bundesverband Deutscher Steinmetze. Die fünfköpfige Jury schaute sich am Montag die Ergebnisse an. Für die 70 Mustergräber haben Steinmetze aus ganz Deutschland kunstvoll gefertigte Steine aus verschiedenen Materialien kreiert.

"Die Vielfalt in der Formensprache und Aussage macht diese Ausstellung so interessant", sagt Hermann Rudolph. Ebenso wie seine Berufskollegen hofft er, dass es künftig auf Friedhöfen weg von der teilweise industriellen Einheitsgestaltung der Grabsteine geht und hin zum individuellen Ausdruck für den Menschen, der auf einem Friedhof zur letzten Ruhe gekommen ist. Und das nicht nur im Sinne des Verstorbenen, sondern vor allem auch für die Lebenden.

Die Ausstellung will zeigen, was in diesem Handwerk möglich ist und die Steinmetze hoffen, dass sie damit sowohl Berufskollegen als auch Hinterbliebenen Anregungen für die Grabmalgestaltung geben. Die ausgestellten Steine seien auf fast jedem Friedhof realisierbar. "Hier sind phantastische Stücke in Top-Qualität zu sehen. Ich vermute mal, dass wirklich viele gute Grabmalgestalter am Wettbewerb teilgenommen haben", sagte Jury-Mitglied Gerold Eppler.