Ein Teil der 14000 Euro, die Schönhausen für das inzwischen abgesagte Altmärkische Heimatfest eingeplant hatte, wird nun großzügig anderweitig für Kulturelles ausgegeben.

Schönhausen l 2500 Euro, so die geschätzen Kosten, sollten von den 14000 Euro in das Chorkonzert fließen, zu dem der Gemischte Chor Schönhausen am 3. Juli zum Auftakt des dreitägigen Festes in die Kirche laden wollte. Auch wenn das Fest abgesagt ist - das Chorkonzert findet trotzdem statt. Denn die unter Leitung von Gero Wüst stehende Gruppe hatte schon für das Programm geübt. So schlug Bürgermeister Alfons Dobkowicz am Dienstagabend auf der Ratssitzung vor, die Summe aufzustocken auf 3000 bis 3500 Euro. Denn nach der zur Verfügung stehenden Gruppe richtet sich die Größe des Orchesters, das den Gesang unterstützen wird. Ratsmitglied Thomas Roloff, selbst Mitglied im Chor, begrüßte den Vorschlag, "so bleibt zumindest etwas von dem Glanz in Bismarcks 200. Geburtstagsjahr erhalten".

Bernd Bleis, der die 3500 Euro befürwortete, schlug spontan vor, der Kirchgemeinde 1500 Euro zu geben. "Denn sie stellt im Jubiläumsjahr Etliches auf die Beine und wir als Gemeinde können so auch unseren finanziellen Beiträg leisten", würdigte er die anspruchsvolle Festveranstaltung am 1. April in der Kirche. Weitere Aktivitäten sind mit Taufgottesdienst am 15. Mai, Kinderfest am 31. Mai und Festgottesdienst am 3. Oktober geplant. Diesem Vorschlag stimmten alle Ratsmitglieder zu - der Chor bekommt 3500 Euro und die Kirche 1500 Euro. Thomas Roloff, auch Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, zeigte sich sehr erfreut. Ganz spontan kann er sich gut vorstellen, dass dieses Geld in die Kirchenmusikarbeit fließt.

Der Chor sammelt derzeit auch Spenden bei Gewerbetreibenden, um mit einer entsprechend großen Summe den 3. Juli ausstatten zu können. Zu diesem Konzertabend werden nicht nur die Schönhauser erwartet, sondern auch auswärtige Gäste. Denn zuvor findet im Bürgerzentrum eine Veranstaltung des Altmärkischen und des Landesheimatbundes mit Bismarck als Thema statt. Sie endet so, dass die Gäste anschließend gleich in die Kirche gehen können.