Havelberg l Er ist auf rund 200 Quadratmetern entstanden. Per Infoschilder, Ausstellungsobjekten und Workshops bekommen Buga-Besucher wertvolle Tipps für das naturnahe Gärtnern und lernen, wie man ohne Gift und Torf sein eigenes heimisches Grün verschönert. "Zehn Dinge, die man im Leben getan haben sollte" heißt das Leitsystem, das den Besucher durch den Garten mit Insektenhotels, Kräuterspirale, heimischen Gehölzen, torffreiem Gärtnern, Sitzecke und Nisthilfen für Vögel führt. Der Nabu gibt praktische Tipps für naturnahes Gärtnern und zeigt, wie einfach sich die Lebensräume für Tiere und Pflanzen mit den eigenen Nutzungsansprüchen kombinieren lassen.

übergroßes Vogelhaus im Zentrum des Gartens d


"Wir sind zur Buga entlang des ,Blauen Bandes` von Brandenburg bis Havelberg an drei Standorten an der Havel präsent. Havelberg ist der Hauptstandort", verriet Melanie Konrad vom Nabu. Während es in Premnitz eine Aussichtsplattform für die Buga-Besucher gibt und in Rathenow Floßfahrten angeboten werden, liegt der Blickpunkt in Havelberg besonders auf den "Nabu-Naturgarten" und das Haus der Flüsse in der Elbstraße.

Im Haus der Flüsse ist etwas über die Flussrenaturierung und vieles andere mehr zu erfahren. Im Naturgarten sollen dem Kleingärtner Gestaltungsmöglichkeiten und der Naturschutz nahe gebracht werden, denn: "Je größer zum Beispiel das Nahrungsangebot an Insekten ist, desto vielfältiger ist auch der Vogelbestand.

Gewollte Unordnung ist hin und wieder unbedingt erwünscht! Ein wie mit dem Besen ausgekehrter Garten bietet Insekten keinerlei Schutzraum und ist zudem anfälliger für Frostschäden. Blütengehölze sind ideale Nahrungsgeber und gleichzeitig Wohnräume für Vögel. Es muss also nicht immer der beliebte "Lebensbaum" sein. Der Schneeball bietet sich als ideale Alternative an. Wildobsthecken wie Weiß- und Sanddorn, Haselnuss und Kornelkirsche bieten Singvögeln ebenfalls Schutz und Nahrung", so die Fachfrau.

In den 177 Buga-Tagen sind zahlreiche Workshops zu verschiedenen Gartenthemen vorgesehen. "Neben dem großen Nistkasten als Hingucker haben wir auf kleinstem Raum viele Themen geschaffen, die den Besucher ansprechen und inspirieren sollen. Mit Wildgehölzen, wie etwa dem Weidenflechtzaun, wurde hier Schönes für den Gartenfreund und für die Natur errichtet. Auch beim Wegebau, hier kam Recycling zum Einsatz, wurde an den Naturschutz gedacht", freut sich die Landschaftsarchitektin Renate Froese-Genz aus Potsdam.

 

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