Elbe-Havel-Land l Drei neue Bürgermeister werden ab Sommer im Elbe-Havel-Land amtieren: In Klietz löst Hermann Paschke den sich aus dem Amt zurückziehenden Jürgen Masch ab, in Schönhausen trägt Holger Borowski die Verantwortung und in Schollene nimmt Steffi Friedebold den Platz von Armin Wernicke ein. In Sandau bleibt Henry Wagner Bürgermeister. In den beiden anderen Gemeinden Wust-Fischbeck und Kamern steht die Bürgermeisterwahl jetzt noch nicht an.

Enttäuschter Verlierer

Dass er mit 66,3 Prozent der Stimmen so deutlich gegen Amtsinhaber Alfons Dobkowicz gewinnt, hatte Holger Borowski nicht zu hoffen gewagt. "Keine Stichwahl?" freute er sich gestern Abend, als er von dem Ergebnis erfuhr. "Vielen Dank allen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben! Es ist ein Zeichen, dass ich in den zurückliegenden Jahren nicht allzu viele Fehler gemacht habe." 64,8 Prozent (1216) der 1887 stimmberechtigten Schönhauser sind zur Wahl gegangen, lediglich sechs Stimmzettel waren ungültig. Holger Borowski bekam 806 Stimmen (66,3 Prozent), Alfons Dobkowicz 303 Stimmen (24,9 Prozent) und Arnold Bausemer 107 Stimmen (8,8 Prozent). Sehr enttäuscht zeigte sich Alfons Dobkowicz, der seinen Schreibtisch räumen muss. "Offensichtlich habe ich nicht viel richtig gemacht! Es wird nicht leicht, die nächsten Wochen bis zum Amtswechsel motiviert zu arbeiten."

Knappes Ergebnis in Klietz

818 gültige Stimmen (20 Zettel waren ungültig) gab es für die beiden Klietzer Kandidaten. Hermann Paschke verbuchte mit 453 Stimmen 55,4 Prozent auf sich, Uwe Brendel bekam 365 Stimmen, was 44,6 Prozent ausmacht. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,7 Prozent.

In drei Wahllokalen wurden die Stimmen abgegeben. In Klietz bekam Hermann Paschke 306 und Uwe Brendel 274 Stimmen, in Scharlibbe Hermann Paschke 28 und Uwe Brendel 67 und in Neuermark-Lübars Hermann Paschke 119 und Uwe Brendel lediglich 24. "Ich freue mich sehr, auch über die hohe Wahlbeteiligung!" sagte der Wahlsieger am Volksstimme-Telefon. "Ich garantiere, für alle drei Orte gleiche Maßstäbe zu setzen und die Bürger in das politische Geschäft einzubeziehen, Demokratie soll erlebbar sein!" Uwe Brendel hätte sich ein anderes Ergebnis gewünscht, "ich akzeptiere den Wählerwillen und werde weiterhin engagiertes Ratsmitglied sein."

In Schollene stand Steffi Friedebold als einzige Kandidatin zur Wahl, Amtsinhaber Armin Wernicke trat nicht mehr an. 1064 Wahlberechtigte gibt es in der Seegemeinde, 36,7 Prozent machten vom Stimmrecht Gebrauch - das sind 384 gültige und sieben ungültige Stimmen.

In Sandau bekam Amtsinhaber Henry Wagner von den 771 Wahlberechtigten 231 gültige Stimmen, 23 Stimmzettel waren ungültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 32,9 Prozent.<6><7>