Havelberg l Freudige Gesichter gab es am Ende des 9. und letzten Spieltages der Bezirksoberliga Nord bei den Schachspielern des SV 90 Havelberg. In einem spannenden Abstiegsfinale wurde gegen Freibauer Barleben 5:3 gewonnen. Die Havelberger verteidigten damit ihren 8. Platz in der Endabrechnung und werden nach jetzigem Stand der Dinge - möglich wären noch Relegationsspiele - auch im nächsten Jahr in der höchsten Magdeburger Spielklasse antreten.

Bei dem Fernduell mit dem Burger SC III und SV Irxleben war dem SV 90 bewusst, dass nur ein Sieg zum Saisonende die Rettung aus eigener Kraft bedeutete. So war man eigentlich darauf eingestellt, möglichen frühzeitigen Remisangeboten aus dem Wege zu gehen. Doch als die Barleber nur mit sieben Mann antraten und so für die 1:0-Führung des Gastgebers sorgten, wurde diese Taktik wieder über den Haufen geworfen. Besonders die frühen Punkteteilungen an den beiden letzten Brettern von Tobias Wolters und Heiko Gielke gegen starke Gegner sorgten für mehr Sicherheit im weiteren Spielverlauf. In zumeist geschlossenen Stellungen kam kein Havelberger in arge Bedrängnis.

Als Klaus Dittmer am Brett 4 seinen Gegner mit einem Durchbruch am Königsflügel auf die Verliererstraße brachte, war bereits eine Vorentscheidung gefallen.

Nach den weiteren Punkteteilungen von Karsten Kasubek, Steffen Heinze, Thomas Wesche und Bernd Rump war der 5:3-Endstand perfekt.

Wie wichtig der Sieg war, stellte sich erst im Nachgang heraus, denn die anderen Abstiegskandidaten gewannen ebenfalls ihre Spiele. Auch das ist Ausdruck der großen Ausgeglichenheit der Staffel in dieser Spielzeit, denn am Ende reichten für den SV 90 Havelberg selbst sehr gute 8:10 Punkte gerade so für den Ligaverbleib. Die 33 Brett-Punkte wurden wie folgt erzielt: Karsten Kasubek 3,5 aus 8 Spielen, Steffen Heinze 3/9, Michael Luksch 1,5/2, Thomas Holzhüter 3/7, Klaus Dittmer 4/9, Thomas Wesche 4,5/6, Bernd Rump 5/8, Heiko Gielke 3/9, Mark Symannek 1,5/4 und Tobias Wolters 1/3. Dazu kommen noch drei kampflose Punkte.

Abteilungsleiter Steffen Heinze zur Saison: "Neben der mannschaftlichen Geschlossenheit war auch erfreulich, dass wir kein Brett freilassen mussten wie bei unserem Ligagastspiel vor zwei Jahren. Mittlerweile haben wir einige Ersatzspieler, die auch an Spielstärke durch Wettkampfpraxis gewinnen konnten. Wir gehen optimistisch in die neue Saison, da die Mannschaft zusammen bleibt."

Bilder