Havelberg (ans) l Schon vor der Eröffnung und auch jetzt gibt es immer wieder Wünsche von Einheimischen nach einer Eintrittskarte nur für den jeweiligen Standort. Bärbel Schnierer wandte sich nun auch per Brief an die Havelberger Volksstimme, in dem sie ihr Ansinnen schildert. An diesem Wochenende hat sie Klassentreffen. Manche kommen von weither und würden sich gern die Buga anschauen. Zeit ist jedoch nur für den einen Standort. Dafür sind 20 Euro zuviel, schreibt die Havelbergerin. Sie denkt auch an die Urlauber am Elberadweg, die nur Havelberg ansteuern und sich über einen Besuch von Dom, Museum und Aussichtspunkten freuen würden. Doch müssten sie dafür eben auch 20 Euro bezahlen. Und auch zum Pferdemarkt werden Besucher kommen, die sich nur den Havelberger Buga-Standort angucken würden. Gäbe es eine einzelne Eintrittskarten nur für einen Standort, könnte der Zweckverband zusätzliches Geld einnehmen. "Doch so geht viel Geld verloren und die betroffenen Gäste ziehen enttäuscht ab", schreibt Bärbel Schnierer.

Die Volksstimme leitete den Brief an den Zweckverband weiter. Hier die Antwort:

Alle Standorte sehen

"Die Eintrittspreise für die Buga 2015 Havelregion wurden vor fast drei Jahren in enger Abstimmung mit den fünf Buga-Kommunen beschlossen. Dazu gab es auch entsprechende Zweckverbands-Beschlüsse, an die sich der Buga-Zweckverband halten muss.

Diese Buga ist regional ausgerichtet und wird mit diesem regionalen Konzept deutschlandweit vermarktet. Kommuniziert wird eine ganze Region.

Es ist vorgesehen, dass sich die interessierten lokal ansässigen Bürger nicht nur ihren Heimatstandort anschauen, sondern zugleich auch die anderen Standorte. Fünf sind eins. Entsprechend wurde das Ticketsystem aufgelegt, das deutschlandweit unter vielen Bürgerinnen und Bürgern Zustimmung fand. Es reisen aus der gesamten Bundesrepublik Touristen an, um die Buga anzusehen - von weit her und immer mit dem Fokus alles sehen zu wollen. Sehr flexibel also...

Zu beachten ist, dass die Buga-Eintrittskarte nicht personalisiert ist. Sie kann also mehrfach genutzt werden - auch von verschiedenen Personen. Das ist ein riesiger Vorteil, der derzeit aber in der lokalen Bevölkerung nicht richtig wahrgenommen wird.

Wir würden es sehr begrüßen, wenn alle Buga-interessierten Bürger der Region sich die Gartenschauflächen in ihrer bunten und vielfältigen Gesamtheit ansehen. Nur wer alle Standorte gesehen hat, kann sagen, dass er die Buga wirklich wahrgenommen hat."