30 Töpferbetriebe aus Nah und Fern haben am Sonnabend und Sonntag auf dem Buga-Gelände in Havelberg im Blickfeld der Besucher gestanden.

Havelberg l "Mein Ziel in den letzten drei Jahren ist es immer gewesen, den 2012 auf dem Domplatz ins Leben gerufenen Töpfermarkt der Stadt Havelberg zur Bundesgartenschau 2015 zu schenken. Und nun ist dieses Ziel erreicht", freute sich die Organisatorin Keramikmeisterin Ute Schröter aus Havelberg. Am Sonnabend in der Frühe wurden noch kurzfristig neue Stellplätze für die Stände einiger Töpfereien geschaffen, denn hinter der Bühne auf dem Domplatz, wo sie eigentlich hätten aufbauen sollen, wären sie einfach zu weit abseits vom Marktgeschehen gewesen. "Dankenswerterweise durften wir für den 4. Töpfermarkt in Havelberg dann aber auch den Bereich im Umfeld des Burggrafensteins nutzen", so die Organisatorin. Und die Stände sorgten für Belebung an diesem Platz. Unter anderem hatte die am weitesten angereiste Händlerin hier aufgebaut: Katharina Takacz aus Budapest in Ungarn. Sie ist schon Stammgast auf dem Töpfermarkt und kommt dazu in jedem Jahr mit dem Auto nach Havelberg. Hier verkauft sie dann unter anderem ihre Okarinas - kleine Gefäßflöten aus gebranntem Ton. Und natürlich lässt sie diese ungewöhnlichen Instrumente auch gern einmal selbst erklingen.

Keramikerin Kerstin Kupfer aus Quedlinburg beteiligte sich zum ersten Mal am Töpfermarkt in Havelberg. "Ich finde das Ambiente, zu dem wir hier gehören, unglaublich schön. Sehr passend zur Bundesgartenschau", schwärmte sie. Auch mit dem Umsatz zeigte sie sich zufrieden. Aber nicht alle teilten ihre Meinung. "Ich habe heute noch nicht einmal ein Drittel der Einnahmen zusammen, die ich in den Vorjahren hier an einem Tag auf dem Domplatz gemacht habe. Das ist enttäuschend", fand Winfried Wagner von der Töpferei Wagner aus Görzke. Auch Peter Krause von Keramik Krause aus Hermstedt schimpfte. "Es sind zwar viele, viele Menschen hier, aber fast alle davon wollen die Ausstellungsflächen der Bundesgartenschau sehen und nicht den Töpfermarkt. Unsere eigentliche Kundschaft steht vor dem Einlass und kommt nicht rein. Denn 20 Euro Eintritt sind einfach zu viel, wenn man nur auf den Töpfermarkt will." Winfried Wagner unterstützte diese Aussage: "Ein von der Buga abgetrennter Bereich für den Töpfermarkt wäre besser gewesen."

 

Bilder