Um letzte Absprachen für den Elberadeltag zu treffen, haben sich die Klietzer Gastgeber am Montagabend auf dem Museumshof getroffen. Hier kommen am Sonntag Radler angerollt, um ein paar gesellige Stunden zu erleben.

Klietz l "Das stammt noch aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg! Da gab es noch Lampen mit Karbid." Rüdiger Sigmund kennt sich nicht nur mit der Mühle aus, sondern auch mit Fahrrädern. Auch davon gibt es ein paar alte Stücke auf dem Museumshof. Die können sich die Gäste ansehen, die am kommenden Sonntag, 3. Mai, zum Elberadeltag willkommen sind. Diese Aktion des Landkreises findet alljährlich in einem anderen Ort statt, Klietz ist bereits zum zweiten Mal Gastgeber. Die Gemeinde hat treue Partner an der Seite: den Heimatverein und den Feuerwehr-Förderverein sowie mehrere Einzelpersonen und auch Institutionen, die ein buntes Programm zusammenstellen.

Bratwurst, Kuchen und Waffeln für Hungrige

Spätestens um 12 Uhr werden die ersten Radler eintreffen. Auf dem Museumshof können sie Platz nehmen oder an verschiedenen Ständen und Stationen vorbeischlendern. Für die Räder ist auf der großen Wiese hinter dem Hof genug Platz.

Schon draußen auf der Straße, die für diese Zwecke gesperrt wird, trifft man Polizei und Kreisverkehrswacht mit Angeboten für Kinder an. Und Wolfgang Bent steht bereit, wenn ein Rad nicht mehr richtig rollt und kann es reparieren, während der Fahrer über den Museumshof schlendert.

Da die Besucher sicher Hunger haben, gibt es Bratwurst, frischen Kuchen aus der Backstube und das Schullandheim backt Waffeln. Es gibt nicht nur Führungen durch die Ausstellungsräume und ins Spinnstübchen, wo die Frauen beim Spinnen und Maren Reinhold beim Klöppeln in Aktion zu sehen sind, sondern auch durch die Mühle, die Rüdiger Sigmund etwa einmal pro Stunde in Bewegung setzt - zwei Sack Weizen werden gemahlen. In der Scheune auf dem Museumshof bietet Antje Schulz Kindern verschiedene Basteleien an. Hier baut auch Sabine Weiß ihren Stand mit Selbstgenähtem auf. Weitere Verkaufs- und Infostände gibt es von der IHK, der AOK vom Biosphärenreservat, von Tourismusmanagerin Jenny Freier und Tourismusverband Altmark.

Auch kulturell erwartet die Radler ein schönes Programm auf der Bühne, auf der sonst zum Erntefest die Gaben aufgereiht sind. Hans-Joachim Frey geht als Pirat mit dem Blauen Herz auf Schatzsuche. Heiko Kurze ist dabei nicht nur Bootsmann, sondern er wird auch noch als Village Boys ein paar Songs spielen. Und ein paar Einlagen auf Platt gibt es auch.

"Wir sind gut vorbereitet", hoffen Bürgermeister Jürgen Masch und die Heimatvereinsvorsitzende Elke Joachim nun nur noch auf schönes Wetter.