Einen großen Tag in ihrem noch jungen Leben haben am Sonnabend 57 Mädchen und Jungen aus Havelberg und der Region begangen: In feierlicher Form erhielten sie ihre Jugendweihe. Helga Paschke, Vizepräsidentin des Landtages Sachsen-Anhalt, überreichte ihnen die Urkunden.

Havelberg l Zum zweiten Mal nach der Premiere im Vorjahr zogen die jungen Leute in die zu diesem Anlass würdig ausgestaltete Aula im Havelberger Schulzentrum ein. Nach dem Abriss des Wappensaales der Bundeswehr in der Elb-Havel-Kaserne, der bis 2009 für die Jugendweihen genutzt worden war, mussten die Havelberger Jugendweihlinge, ihre Eltern und Geschwister vier Jahre lang zur Feierstunde nach Tangermünde fahren.

Festrednerin Helga Paschke gab den jungen Leuten, die in ihren schicken Anzügen, Kombinationen und Kleidern gar nicht mehr wie Kinder, sondern schon recht "erwachsen" aussahen, in lockerer Form wertvolle Tipps mit auf den weiteren Lebensweg. Unter anderem sagte sie: "Zukünftig werdet ihr viel mehr Verantwortung tragen, vor allem für euch selbst. Aber Entscheidungen zu treffen, ist oftmals nicht so einfach, und ihre Folgen sind schwer zu überschauen.

Eine schwierige Entscheidung, die ihr in Kürze treffen müsst, ist zum Beispiel: Welchen Beruf will ich erlernen, um welches Studium bewerbe ich mich? Um gut ausgebildete junge Menschen reißen sich heute alle auf dem Arbeitsmarkt. Diese große Chance dürft ihr auf gar keinen Fall verpassen!"

Mit den Worten "Jetzt gibt es kein Zurück mehr, hier auf der Bühne werdet ihr den Schritt vom Du zum Sie gehen. Hier auf der Bühne werden euch symbolisch Rechte und Pflichten in die Hände gelegt. Greift zu und macht das Beste daraus", schloss die Landespolitikerin ihre Ausführungen.

Dann begab sie sich auf die Bühne, um die Jugendweihe-Urkunden an die Mädchen und Jungen zu überreichen. Mit ihrem Bühnengang absolvierten die 13- und 14-Jährigen den Schritt vom Kindes- ins Jugendalter und zum Erwachsenwerden.

Positiver Nebeneffekt der Jugendweihe sind für die Jugendlichen immer die zum Teil großzügig gefüllten Briefumschläge, die sie am Sonnabend von den Eltern, Großeltern, größeren Geschwistern, Freunden und Bekannten bekommen haben. Die meisten werden damit ihre Sparbüchse beziehungsweise das Sparbuch füttern: für eine spätere Reise mit Freunden oder für den Erwerb des Führerscheins - oder aber, um sich ganz andere Wünsche zu erfüllen.

Gut gefallen hat den Gästen der beiden Feierstunden am Sonnabend in der Aula - zuerst waren die Teilnehmer aus dem Diesterweg-Gymnasium an der Reihe, danach die Teilnehmer aus der Sekundarschule "Am Weinberg" sowie aus den beiden Förderschulen in Klietz und Havelberg - auch das Rahmenprogramm, für das unter anderem die Tanzgruppe Lollipop, der Sänger Peter Rossow sowie Moderatorin und Rezitatorin Gina Werthe sorgten.

 

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