Einer, der die Entwicklung des Havelberger Kegelsports maßgeblich mitbestimmt hat, ist Manfred Schlesinger. Nun denkt er daran, in seinem großen Hobby etwas ruhiger zu treten.

Havelberg l Seit 1974 schiebt Manfred Schlesinger auf der einheimischen Bahn keine ruhige Kugel, wie er es im Gespräch mit der Volksstimme mit einem lachenden Auge, aber auch mit etwas Wehmut sagt. Denn mit nunmehr 70 Jahren will er die Nachwuchsarbeit, die er vor 27 Jahren übernahm, an jüngere Mannschaftskameraden übergeben. "Das bedeutet jedoch nicht, dass ich mich völlig aus dem Vereinsleben verabschieden werde", so Schlesinger. Doch die viele Zeit, die er als Betreuer und auch als Verantwortlicher für die Kegelbahn (Bahn- und Hauswart) sowie als Vorstandsmitglied ans Bein hängt, überfordert manchmal seinen Gesundheitszustand.

"Lieber etwas kürzer treten und an die Gesundheit denken, dann haben der Verein und mein geliebter Nachwuchs auch noch einige Jahre was von mir", lautet die Devise des langjährigen Trainers. In den zurückliegenden Jahren gingen über 20 Kinder und Jugendliche durch seine "Schule" und konnten bei Kreis-, Landes- und sogar bei Deutschen Meisterschaften gute und sehr gute Plätze belegen. Darauf ist er sehr stolz.

Leider halten nur wenige Jugendliche dem Kegelsport die Treue. Aber wenn sie auf ihrem weiteren Lebensweg eine andere Sportart für sich entdecken, dann ist das auch gut, respektiert Schlesinger ihre Entscheidungen.

In seiner Trainerzeit gab es leider kein weibliches Talent, das sich für diese Sportart näher interessierte, bedauert der scheidende Trainer. Bei der Schularbeitsgemeinschaft Kegeln gibt es ab und zu einige Mädchen, doch es reichte nie zu einem Vereinseintritt und somit auch nicht zum regelmäßigen Training.

Guter Mittelfeldplatz für Malte Fromm

Stolz ist er auf seine Jungs, auch wenn es zurzeit nur noch drei Kegler in der männlichen B-Jugend sind. Bei der Landesjugendmeisterschaft im April gab es zwar keinen Podestplatz für den Einzelstarter Malte Fromm. Aber mit einem 10.Platz lag der Havelberger im guten Mittelfeld. Bei der Mannschaftswertung, wo die drei Havelberger Jungkegler für den Kreiskegelverein (KKV) Stendal an den Start gingen, konnten sie den Vizelandesmeistertitel mit nach Hause bringen.

Was Manfred Schlesinger sich für die Zukunft wünscht: "Dass wir in der Jugendarbeit auch weiterhin diesen Weg gehen." Als sein Nachfolger ist Ottmar Züge vorgesehen. An dessen Seite steht Olaf Rambeau, der auch bei Manfred Schlesinger der zweite Trainer gewesen ist.

Manfred Schlesinger möchte sich auch noch bei allen Eltern bedanken, die in den vielen Jahren an seiner Seite standen und mit Fahrdienst und anderen Betreuungsaufgaben zum Erfolg des Jugendkegelsports in Havelberg beitrugen und noch beitragen.