Klietz (jte) l Auch in diesem Jahr brachten die Mädchen und Jungen der Grundschule "Am Wäldchen" und der Förderschule "Am Klietzer See" wieder selbstgebaute Nisthilfen für die Trauerseeschwalben aufs Wasser. Bereits in den Oktoberferien haben die Schüler mit den Arbeiten begonnen. Im Umgang mit den Materialien und Werkzeugen wurden die Schüler immer sicherer. Gegenseitige Hilfe erleichterte die Ausführung der einzelnen Arbeitsschritte. Im Februar waren die Restarbeiten an den 24 Nisthilfen abgeschlossen und die Kinder und Jugendlichen freuten sich schon auf die bevorstehende Bootsfahrt, um live zu erleben, wo ihre Nisthilfen zum Einsatz kommen.

Bei schönstem Wetter war es vor wenigen Tagen endlich soweit: Die Nisthilfen wurden an ihren Bestimmungsort gebracht - ein alter Seitenarm der Havel bei Havelberg. Mit zwei Booten ging es raus aufs Wasser - ein tolles Erlebnis für alle Teilnehmer!

Die auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten stehenden Vögel kehren in diesen Tagen aus Afrika zurück. Die künstlichen Inseln dienen ihnen als Ersatz für fehlende natürliche Brutplätze. Das Verfahren der künstlichen Nisthilfen wird seit Jahren angewendet, um den Lebensraum zu erhalten. Der Bestand nimmt seitdem zu. Allein bei Havelberg soll es mittlerweile mehr als 130 Paare geben, vor 20 Jahren waren es lediglich 30.

Die Klietzer Schüler möchten sich herzlichst bei Manfred Kuhnert und den Mitarbeitern des Biosphärenreservats bedanken, welche diesen Ausflug ermöglichten.

Da noch immer Nisthilfen gebraucht werden, wissen wir schon, was wir in den Herbstferien tun werden.

   

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