Lieder, Arien und Duette, die von Blumen handeln, stehen im Mittelpunkt der Operngala der jungen Stimmen, zu der die Havelberger Opernsängerin und Regisseurin Maria Husmann am 14. und 28. Mai willkommen heißt. Das Motto: Rose, Lilien, Veilchen.

Havelberg l Das kennt wohl jeder: "Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen." Diese beschwingte Melodie aus "My Fair Lady" ist nur eine von vielen, die am Himmelfahrtstag in der Aula des Havelberger Schulzentrums erklingen. Doch die drei jungen Stimmen haben in der von Maria Husmann-Hein geleiteten Operngala noch weitaus mehr zu bieten. Lieder, Arien und Duette aus "Zar und Zimmermann", "Entführung aus dem Serail", "Zauberflöte", "Fidelio" gehören zum Programm.

Von der Bundesgartenschau inspiriert, gibt Maria Husmann Musiktalenten wieder einmal in der Region die Gelegenheit für einen Auftritt. Sie begleitet seit Jahren junge Stimmen, kristallisiert ihre Stärken heraus, geht intensiv auf sie ein. "Sie hilft uns, an uns zu arbeiten, unseren Weg zu finden." Maximilian Klakow (Bass), weiß, wovon er spricht. Seit seinem 14. Lebensjahr begleitet ihn Maria Husmann. Da hatte der Meyenburger an der Lotte-Lehmann-

Woche in Perleberg teilgenommen. Sie sieht in ihm ein großes Talent. Doch muss sich der 22-Jährige noch gedulden, bis er die großen Rollen an Theatern bekommt. "Bassisten haben Vaterrollen oder die der Onkel, Komiker und Bösewichte. Sie warten ab, was natürlich ein Fehler ist", findet Maria Husmann. Dennoch hat Maximilian viele Erfahrungen sammeln können. Sein Musical-Studium in Hamburg schloss er mit Auszeichnung ab. In Hannover nahm er an der Hochschule für Musik Unterricht bei der Mezzosopranistin Gudrun Pelker. Er spielte in Potsdam im Friedrich-Musical den Katte. Im Sommer geht er nach Wien und singt im Mozart-Musical. Von der Hochschule in Hannover kennt er Yvonne Prentki (Sopran). Er fragte sie, ob sie beim Havelberger Projekt mitmachen würde, und die 27-Jährige sagte Ja. Erste wichtige Bühnenerfahrungen hat sie während ihre Studiums, das sie vor kurzem abschloss, gesammelt. Zuletzt war sie als Bubikopf in Viktor Ullmanns "Der Kaiser von Atlantis" an der Opéra de Dijon in Frankreich zu hören. "Die Königin der Nacht" aus Mozarts "Zauberflöte" ist ihr vom Stadttheater Hildesheim gut bekannt.

Julian Rohde (22, Tenor) ist als Sohn zweier klassischer Sänger in der Oper groß geworden. Da er von Theatern immer wieder hört, dass er für von Tenören besetzte Liebhaber-Rollen mindestens 27 Jahre alt sein muss, singt er in Kirchen Oratorien. Für den Sommer hat er sein erstes Opern-Engagement bei den Britzer Schlossfestspielen in Berlin. Begleitet von Pianist Frank Gutschmidt aus Berlin wollen die Drei ihre Zuhörer am Donnerstag mit ihrem Gesang verzaubern. Das Konzert in der Aula des Schulzentrums beginnt um 19 Uhr. Wie in der Oper, können sich die Besucher gern schick machen, sagt Maria Husmann. In der Pause wird es Sekt, Wein und Brezeln geben.

Kartenvorbestellung in der Touristinfo unter Telefon 039387/79091.