Zwei große Baustellen müssen Gemeinde und Verbandsgemeinde derzeit in Wust stemmen. Im Kindergarten und in der Schulküche sind Modernisierungen und Sanierungen nötig.

Wust l "Damit sägen wir die Wand auf." Da staunen die Kindergartenkinder nicht schlecht, als ihnen der Bauarbeiter die große Säge zeigt. Und auch der Bohrhammer, der so viel Lärm macht und mit dem der Putz von der Wand gestemmt wird, weckt das Interesse der Kinder. Im Wichtelhaus sind umfangreiche Arbeiten unabwendbar. Denn der aufsteigenden Nässe muss Einhalt geboten werden. Dazu ist es nötig, die Grundmauern aufzusägen und mit einer Sperrschicht zu versehen, außerdem müssen die Wände etwa einen Meter hoch abgestemmt und neu verputzt werden. Betroffen sind davon die beiden Gruppenräume im Erdgeschoss. Umziehen war also angesagt. Die kleine Kindergartengruppe hat sich oben in den Schlafraum einquartiert und damit Platz für die Krippe gemacht, deren Raum als erster an der Reihe ist. Wenn in etwa drei Wochen alles verputzt und gemalert ist, können die Kleinsten zurück in ihren Bereich und der Kindergartenraum kommt an die Reihe. Zum Abschluss wird dann auch noch der zwischen beiden Räumen liegende Garderobenbereich gemalert.

"Wir versuchen, dass die Kinder von den Bauarbeiten so wenig wie möglich gestört werden. Zur zweistündigen Schlafzeit nach dem Mittagessen ist auch Ruhe im Haus", berichtet die Leiterin Christine Kurth. Sie ist dem Hausmeister und den Gemeindearbeitern dankbar, die beim Umziehen helfen. Und auch die Kindergartenkinder haben gern mit zugepackt und ihr Spielzeug nach oben gebracht.

Rund 100000 Euro kostet das Projekt, Träger und damit Finanzierer ist die Verbandsgemeinde

Ende Juni, so die Planung, soll alles fertig sein.

Dann werden auch die sechs Abc-Schützen verabschiedet. Wenn sie zur Schule kommen, werden sie ihr Mittagessen bereits aus der neuen Küche bekommen. Denn die Gemeinde lässt sie derzeit modernisieren. Die Bauarbeiten, die auch eine Kapazitätserweiterung möglich machen, sind in vollem Gange und sollen möglichst bis zum Beginn der Sommerschule Mitte Juli abgeschlossen sein, so dass wieder gekocht werden kann.

Dieses gemeindliche Vorhaben, über das im Rat lange diskutiert worden ist, kostet rund 170000 Euro, etwa 94000 Euro gibt es voraussichtlich als Fördermittel.