Sandau (ifr) l Bevor es mit der geplanten Deichrückverlegung zwischen Sandau und Havelberg richtig losgehen kann, kommen neben Kampfmittelräumern auch die Archäologen zum Zuge. Und auch letztere wurden in der Nähe des schwarzen Loches fündig - sogar besser als gedacht, erfuhren die Anwesenden auf der Stadtratssitzung.

"Diese lokale Fundstelle ist uns bereits seit 1953 bekannt", berichtete Dr. Dietlind Paddenberg vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie. Dort ist sie als Referentin für die Bodendenkmalpflege zuständig. Was die Fachleute bislang jedoch nicht wussten: Die Siedlung aus der Eisenzeit ist weitaus größer als angenommen - das ergaben jetzt die Vorerkundungen.

Die eigentliche Dokumentation vor Ort läuft seit dem 11. Mai. Geplant sind dafür insgesamt viereinhalb Monate, zudem wird das Team noch aufgestockt. Fundstücke gibt es hier zwar kaum, aber leichte Verfärbungen im Erdboden, anhand derer die Fachleute erkennen, wo einst die Gebäude gestanden hatten. Die Ausgrabungen finden auf etwa 800 Metern Länge statt.

Die Eisenzeit begann um 1200 vor Christus.