Die Sporthalle "Am Eichenwald" in Havelberg erlebte vor einigen Tagen eine Premiere: Erstmals wurden hier - wie überhaupt in Havelberg - die Kreis-Kinder- und Jugendspiele im Badminton ausgetragen. Sie sind in etwa gleichzusetzen mit den Kreismeisterschaften im Jugendbereich in dieser Sportart.

Havelberg l Bevor die Mädchen und Jungen in den Altersklassen U 11 bis U 17 ins Wettkampfgeschehen eingriffen, eröffnete erst einmal eine andere schöne Sportart die Veranstaltung. André Förster und sein Sohn Alexander ließen in der Hallenarena Modellflugzeuge in die Höhe steigen. Ihre kleine Vorführung kam bei den Aktiven und den Zuschauern außerordentlich gut an, wie der Beifall zeigte. Vater und Sohn sind übrigens Mitglieder des Modellflugclubs "Otto Lilienthal" in Havelberg und haben für diesen schon so manchen Wettbewerb bestritten.

André Förster leistete noch einen weiteren guten Beitrag zum Gelingen der Kreis-Kinder- und Jugendspiele. Er arbeitete sich prima in ein vom SV 90 Havelberg finanziertes Softwareprogramm ein, das beim Wettkampf in der Eichenwald-Sporthalle erstmals Anwendung fand und die Arbeit des Kampfgerichtes wesentlich erleichterte, indem es diesem viel Schreibarbeit abnahm. Ganz ohne Schreibarbeit ging es dann aber doch nicht. Diese übernahm Anke Zimmermann von den Badminton-Spielern aus Sandau. Diese stellten übrigens ein besonders großes Aufgebot an Teilnehmern.

Insgesamt allerdings war der SV 90 Havelberg als Ausrichter der Spiele - die nicht als Vereins- sondern als Schulwettbewerb ausgetragen werden - von der Teilnehmerzahl etwas enttäuscht. "50 Schüler hatten im Vorab für den Wettkampf gemeldet, 37 reisten dann allerdings nur an, die anderen blieben unentschuldigt fern, was den von uns vorher in großer Mühe erstellten Plan der Spielansetzungen völlig auf den Kopf stellte", erklärte der verantwortliche Turnierleiter Lothar Riemann. Neue Pläne mussten erarbeitet werden, was Zeit kostete.

Die jungen Badminton-Sportler kamen aus Schulen in Bismark, Stendal, Sandau und Havelberg, womit "eine erfreulich große Breite bei der Veranstaltung vertreten war", wie Lothar Riemann einschätzte. Denn in diesen Orten gibt es auch die Vereine im Landkreis, die aktive Badminton-Abteilungen im Erwachsenen- sowie im Kinder- und Jugendbereich betreiben.

Nach insgesamt über siebenstündiger Wettkampfdauer konnten am Ende sowohl die gastgebenden Havelberger, als auch die Sandauer TuS-Mitglieder mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein.

In der Altersklasse U 11 war Michelle Facius aus der Grundschule Bad Wilsnack leider das einzige Mädchen im Wettbewerb, weshalb sie hier kampflos zur Siegerin erklärt wurde. Damit sie jedoch nicht tatenlos wieder den Heimweg antreten musste, spielte sie als Jüngere in der Altersklasse U 13 mit und konnte sich dort unter fünf Teilnehmerinnen über den 4. Platz freuen. Der Sieg in dieser Konkurrenz ging an die Havelbergerin Leonie Schramm. Eine Altersklasse höher, in der U15, machten die Mädchen aus dem Winckelmann-Gymnasium Stendal die ersten drei Plätze unter sich aus. Fredericke Fechner setzte sich hier durch; Platz 4 erreichte Lea Czapura aus dem Gymnasium in Havelberg. Auch in der U 17 fuhr mit Marie Ahrens eine Stendalerin mit der Goldmedaille nach Hause. Virgin Kleiner (Gymnasium Havelberg) kam auf den Silberrang.

Im Bereich der Jungen war in der U 11 Tristan Beiersdorf aus der Sekundarschule Bismark im Elferfeld der beste Spieler; Marcel Schulenburg (Sekundarschule Havelberg) folgte auf Platz 2. Außerdem waren in dieser Konkurrenz aus Sandau und Havelberg noch Jonas Schulz (4.), Christopher Wege (5.), Justin Jahns (7.), Adrian Henning (7.), Aaron Frank (9.) und Elias Leue (9.) vertreten.

Yannick Zimmermann (Gymnasium Havelberg) siegte bei den Jungen in der AK U13 vor Alexander Förster und Markus Köhne (beide aus Havelberger Schulen). Die Konkurrenz in der U 15 entschied Fabian Mintus (Havelberg) zu seinen Gunsten, und in der U17 wurden beide Bewerber - Samuel Hinz (Sandau) und Tino Zeitz (Havelberg) - nach jeweils einem gewonnenen Spiel gemeinsam auf Platz 1 gesetzt.