Klietz l Die Seegemeinde Klietz ist von Wald umgeben, sogar auf dem Schulhof steht ein Kiefernwäldchen - was ja auch der Namensgeber für die Bildungseinrichtung war. Im Ort befindet sich zudem der Bundesforstbetrieb "Nördliches Sachsen-Anhalt" - mit ihm veranstaltet die Schule seit 19 Jahren die Waldjugendspiele.

Eigentlich sollte es dazu auf den Festplatz gehen, doch war es hier nach dem Regen zu nass gewesen - so wurde umdisponiert, alles fand im Schulhofwäldchen statt. Elf Stationen waren aufgebaut, jede mit einem treffenden Namen versehen. An der Station "Berufliches" stand Förster Peter Möhring - übrigens ist er seit Anbeginn dabei. Er wollte von den Schülern wissen, wie die Arbeitsgeräte der Forstarbeiter heißen: Schäleisen, Baumschere, Hufscher Spaten, Wendehaken und Fällkeil lagen auf dem Waldboden. Im Anschluss wurden Kienäpfel auf einen Eimer geworfen, Treffer ergaben Extrapunkte. Sehr interessant für die Kinder war hier übrigens auch der Hund des Försters.

Die Station "Fliegendes" betreute Schulleiterin Christine Kapl selbst. Hier ging es um die heimische Vogelwelt, die Kinder sollten hier die häufigsten Arten kennen und wissen, wo sie leben oder wie sie sich ernähren. Den Eisvogel, der auch am Trübengraben sowie am See zu Hause ist, gab es sogar als Modell aus Plastik.

Sitzkrücken für Habichte

Auch sollten Greifvögel wie Habicht oder Turmfalke bestimmt werden. Die Mitglieder der Holz-Arbeitsgemeinschaft hatten übrigens erst unlängst diese Vogelarten unterstützt und Sitzkrücken gebaut. Mit diesen sollen die Landwirte der grassierenden Mäuseplage auch besser Herr werden.

"Holziges" hieß die Station, welche Lehrerin Carmen Koch betreute. Sie hatte eine Baumscheibe mitgebracht, auf der die Jahresringe besonders deutlich zu erkennen waren. - Die Kinder sollten diesen Begriff benennen sowie weitere Holzarten, die auf dem Tisch standen. Auch die Vorteile des Naturproduktes Holz gegenüber der Plastik waren gefragt - so produziert letztere keinen Sauerstoff.

Angela Berthold wollte unter "Jagdliches" wissen, wie der Jäger die Augen oder das Hinterteil der Rehe bezeichnet. Wer "Lichter" und "Spiegel" wusste, lag hier auf der richtigen Seite. Zudem waren Geweihe dem Dam- oder dem Rotwild zuzuordnen, auch die Waffen vom Keiler sollte man kennen - also seine Eckzähne.

An jeder Station wurden Punkte vergeben, das geschah je nach Altersklasse.

 

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