"Die Spendenaktion hat eine super Resonanz gefunden", freuen sich Gertrud Schock aus Sandau und Doris Schneider aus Wulkau. Aus diesem Grund haben sie sich entschlossen, sich zusammen mit ihren Ehemännern Horst und Helmut und ihren Familien weiter für die gute Sache Ukraine-Hilfe einzusetzen.

Sandau/Wulkau l Mitte April wurden die ersten Spenden von Wulkau aus abgefahren. Die Lagermöglichkeiten auf dem Gelände der Wulkauer Dachdeckerfirma waren gut ausgelastet. Unter anderem befand sich auch ein modernes Pflegebett unter den Gaben. Es wird in der Ukraine gut gebraucht. Ein Kleintransporter reichte aus diesem Grunde nicht, um all die Sachen nach Bernau bei Berlin zu schaffen, wo die Anstaltskirchengemeinde Lobetal - als Hauptorganisator der Ukraine-Hilfe - ihren Sitz hat. Es wurden zwei. Und ausgerechnet an diesem Tag, für den der Transport in Bernau angemeldet war, "tat sich plötzlich noch ein Fahrerproblem bei uns auf", erzählt Doris Schneider. Doch kurzerhand erklärten sich die beiden Söhne der Wulkauer Dachdeckerfamilie, André und Mirko Schneider, bereit, die Tour zu übernehmen, wodurch alles pünktlich den Sammelort erreichte.

In Bernau erfolgt dann noch einmal eine Sortierung der Hilfsgüter, bevor sie dorthin gebracht werden, wo man sie dringend benötigt. Einmal monatlich fahren zwei 40-Tonner-Lkw von Bernau aus in die Ost- und/oder West-Ukraine. Die Organisatoren haben verschiedene Partner vor Ort, die die Waren dann dort verteilen.

"Unser Dank geht an die vielen Menschen, die zu dem tollen Ergebnis nach unserem ersten Aufruf ihren Beitrag geleistet haben." Von Kümmernitz angefangen, über Kamern, Klietz und Molkenberg bis hin nach Rathenow reichen die Namen der Spender. "Das und natürlich auch das Bedürfnis, den Menschen zu helfen, spornt uns zum Weitermachen an", erklären die beiden Frauen aus Sandau und Wulkau. Ihr Ziel: Im August soll von Wulkau aus ein weiterer Spendentransport zum großen Spendenlager nach Berlin fahren.

In Wulkau werden also weiterhin Hilfsgüter gesammelt. Wer diese bei Familie Schneider abgeben möchte, wird aus organisatorischen Gründen gebeten, sich zuvor unter der Telefonnummer 039383/289 anzumelden. Ansonsten könnte es sein, dass er vor verschlossenen Türen steht. Auch wer etwas von zu Hause abzuholen hat, kann das unter der gleichen Nummer oder bei Familie Schock in Sandau, Tel. 039383/360, anzeigen. Ein Termin dafür wird dann vereinbart.

Sofern es sich nicht um größere Dinge handelt, wird darum gebeten, die Spenden in Bananenkartons zu verpacken.