Elbe-Havel-Land (asr) l Mit zwei Enthaltungen hat der Verbandsrat die neuen Kostenbeiträge beschlossen, die die Eltern ab Juli für die Betreuung ihrer Kinder zu zahlen haben. Die Erhöhung wäre noch drastischer gewesen, wenn die Verbandsgemeinde nicht freiwillig zusätzlich 84000 Euro übernommen hätte. Laut Gesetz ist es möglich, die nach Abzug der Kosten durch das Land und den Landkreis übrigbleibende Summe genau zur Hälfte zwischen Träger (Verbandsgemeinde) und Eltern zu teilen. Mehr als die 84000 Euro seien nicht möglich, "denn wir haben Verantwortung gegenüber allen Bürgern in der Verbandsgemeinde und wir können die Umlage der Gemeinden nicht noch mehr erhöhen", so Silvio Wulfänger. Bernd Witt wies darauf hin, dass die Zahlen nur ein Jahr gelten. "Wir sind an die Vorgaben des Landes gebunden. Es ist grauenvoll, wie sehr wir beschnitten werden. Die Eltern fahren nicht nach Magdeburg, um ihrem Ärger Luft zu machen, sondern wir hier vor Ort sind die Buh-Männer."

Die neuen Beiträge

Krippe:

5 Stunden: 145 Euro (125 Euro bisher)

6 Stunden: 163 Euro (139)

7 Stunden: 182 Euro (153)

8 Stunden: 200 Euro (167)

9 Stunden: 219 Euro (181)

10 Stunden: 237 Euro (195)

Kindergarten:

5 Stunden: 103 Euro (85)

6 Stunden: 113 Euro (90)

7 Stunden: 122 Euro (95)

8 Stunden: 131 Euro (99)

9 Stunden: 140 Euro (104)

10 Stunden: 149 Euro (108)

Hort:

2 Stunden: 57 Euro (50)

3 Stunden: 65 Euro (57)

4 Stunden: 74 Euro (63)

5 Stunden: 82 Euro (69)

6 Stunden: 90 Euro (76)

in den Ferien bis 10 Stunden täglich: 110 Euro.

Zum Vergleich lagen den Räten auch die Zahlen anderer Träger vor, wo allerdings auch Erhöhungen anstehen. In Tangermünde stehen zehn Stunden in der Krippe für 254 Euro zur Diskussion, für Kindergartenkinder bei zehn Stunden 145 Euro und im Hort bei sechs Stunden für 60 Euro. In Havelberg kostet ein Krippenplatz (10 Stunden) 185 Euro, der Kindergarten (10 Stunden) 151 Euro und der Hort (6 Stunden) 50 Euro.

Das Jugendamt muss den Zahlen noch zustimmen. Anschließend erhalten alle Eltern einen Bescheid über die neue Berechnung ab Juli.