Sehr konstruktiv war die Zusammenkunft des Warnauer Ortschaftsrates mit den Gewerbetreibenden und Vereinsvorständen, die vor kurzem in der Ortschaft stattgefunden hatte.

Warnau. Hintergrund ist das gemeinsame Bestreben, aus eigener Kraft zur Verbesserung des Ortsbildes beizutragen. Das vor allem, da die Stadt Havelberg die Grünflächenpflege im bisherigen Umfang nicht mehr absichern kann, wie Ortsbürgermeister Dietrich Leu voranstellte. Die verschuldete Kommune muss nach Aufforderung der Kommunalaufsicht weiter an der Kostenschraube drehen. Zu den freiwilligen Leistungen gehören auch die des Bauhofes.

Hilfe zur Selbsthilfe ist deshalb also auch in Warnau vonnöten. Um die Attraktivität der Ortschaft mit Blick auf die Buga 2015 zu steigern, muss noch mehr Eigeninitiative an den Tag gelegt werden.

Die Ortschaft sei durchaus in der Lage, die Einwohner zu mobilisieren und das Dorfbild zu gestalten, war sich die Mehrheit der 15 Anwesenden einig. Nun sei keine Zeit mehr zu verlieren, dieser Entschluss hätte schon eher gefasst werden müssen, so die Meinung des Unternehmers Jens Dähne. Der Firmeninhaber war im Vorjahr bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und hatte sich um die Sanierung der Bushaltestelle gekümmert.

Etliche Ideen für ein anziehenderes Warnau wurden zusammengetragen: Das Kriegerdenkmal ist zu sanieren, auf dem Mühlberg könnte ein Rastplatz samt Grillecke entstehen, in der Gartenstraße müsste die alte Milchrampe abgerissen werden. Der Radweg nach Kamern könnte in Verlängerung des Rosenweges befestigt werden, ein Wanderweg parallel zum Auenpfad eingerichtet werden. Entlang der Straße nach Garz könnten Wildkräuter angepflanzt werden und rings um die Kirche Blumen.

Die alte Freianschlagtafel soll an einen besseren Platz aufgestellt werden sowie ein werbewirksames Logo erhalten. Im Internet könnten Vereine und Sehenswürdigkeiten Warnaus vorgestellt werden.

Stimmt die Denkmalbehörde zu, könnte das alte Spritzenhaus abgerissen werden, falls sich kein Nutzungskonzept findet. Die Pflege der Grünanlagen soll – so das nötige Material gestellt wird – übernommen werden. Um den Bauhof weiter zu entlasten, könnten auch Leistungen zu den Veranstaltungen in Garz und Warnau in Eigenregie erfolgen.

Helmut Kahle informierte, dass die Linden vorm Haus der Familie Rensmann bei Sturm umzufallen drohen. Mit dem Protokoll wurde inzwischen das Ordnungsamt dazu informiert. Jens Dähne bedauerte, dass der Ort vergreise. Freie Häuser würden an Ortsfremde verkauft, wollen Jugendliche im Ort bleiben, sei Wohnraum rar. Einen schlechten Eindruck hinterlassen zudem die maroden leerstehenden Häuser.

Die nächste Zusammenkunft ist am 3. März um 19 Uhr in der Fischerstube geplant.