Havelberg (dh). Zwei Beschlussvorlagen im Rahmen der Städtebauförderung haben die Mitglieder des Bauausschusses der Stadt Havelberg ihre Zustimmung gegeben. Zum einen handelt es sich um eine Dachsanierung am Wohnhaus Fischerstraße 18. Der private Eigentümer möchte eine Erneuerung der Dacheindeckung mit naturroten Tonziegeln – eine Auflage des Denkmalschutzes – vornehmen und die Regenschutzanlage am Haus austauschen. "Mit der Sanierung der Dachfläche wird ein städtebaulicher Missstand beseitigt", heißt es in der Beschlussvorlage. Von den Gesamtkosten der Maßnahme können im Rahmen der Städtebauförderung maximal 40 Prozent gestützt werden. Für diese Fördersumme haben sich die Mitglieder des Bauausschusses auch einstimmig ausgesprochen.

Ebenfalls zur Debatte stand eine Förderung für das Gebäude Marktstraße 2, das eine umfassende Sanierung erfahren soll. In dem Wohn- und Geschäftshaus entstehen dabei im Obergeschoss unter anderem zwei kleine, moderne Wohnungen. Insbesondere die Gebäudehülle wird nach Beendigung der Baumaßnahme das Stadtbild verbessern und die Marktstraße um ein weiteres saniertes Gebäude bereichern. Auch in diesem Fall wurde die höchstmögliche Fördersumme von 52,66 Prozent angesetzt und vom Bauausschuss einstimmig unterstützt.

Allerdings kann der Ausschuss nur Empfehlungen aussprechen. Bis zum endgültigen Beschluss müssen die Vorlagen zur Städtebauförderung noch den Haupt- und Finanzausschuss sowie den Stadtrat durchlaufen.

Bauamtsleiterin Petra Jonschkowski informierte auf der Sitzung des Bauausschusses zudem über die wichtigsten Bauvorhaben, die für 2011 anstehen beziehungsweise sich in der Vorbereitung befinden. Unter anderem sind das die Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Jederitz, der Bau beziehungsweise die Weiterführung des Havelradweges von Havelberg bis Kuhlhausen und der beidseitige Bau eines Rad- und Gehweges in der Pritzwalker Straße (B 107) in Havelberg. Außerdem stehen Planungen für die Sanierung der Amtstorstraße und An der Freiheit an.