Der Zweckverband der Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion hat in der vergangenen Woche seine Büroräume in Premnitz bezogen. Geschäftsführer Erhard Skupch berichtete am Montag vor Medienvertretern über die anstehenden Aufgaben für dieses und die kommenden Jahre.

Havelberg/Premnitz. Überarbeitung der Internetpräsentation bis März, Herausgabe eine Buga-Informations-Flyers bis April, eine Nachauflage der Buga-Pins mit einer Stückzahl von 5000 – die ersten 1500 sind fast vergriffen –, die Herausgabe einer ersten Buga-Zeitung im zweiten Halbjahr, die alle Haushalte erhalten, sind Aufgaben, die sich der Zweckverband der Bundesgartenschau 2015 Havelregion unter anderem für dieses Jahr gestellt hat.

Außer dem Geschäftsführer Erhard Skupch arbeiten zurzeit vier Mitarbeiter in den in der vergangenen Woche bezogenen Büros im Premnitzer Industriepark. Bis Ende dieses Jahres ist ein Aufstocken auf sechs bis sieben Mitarbeiter angedacht. In der Endphase 2014/15 werden es 30 bis 40 Mitarbeiter sein, blickte Erhard Skupch voraus.

Für dieses Jahr ist außerdem vorgesehen, den genauen Eröffnungs- und Schließungstermin für die Buga 2015 festzulegen. Schon jetzt steht fest, das nach Ende der Gartenschau alle Flächen zum Januar 2016 zurückgegeben werden und sie der normalen öffentlichen Nutzung wieder zur Verfügung stehen.

Für die Investitionen sind die fünf beteiligten Städte Havelberg, Rhinow, Rathenow, Premnitz und Brandenburg zuständig. So wie in Havelberg gibt es auch andernorts erste Bautätigkeiten. "Bis 2013 sollen die Baumaßnahmen im Wesentlichen abgeschlossen sein", so Erhard Skupch. Der Zweckverband wird dann 2013/14 die Flächen von den Städten übernehmen. "Wir arbeiten parallel dazu weiter am Ausstellungskonzept. Bis Ende 2012 sind noch Korrekturen und Änderungen möglich. Dann machen wir die Bücher zu." Zeit für die Vorbereitung der Durchführung der Gartenschau, etwa auch mit den Standorten für Kassen, Zäune und Bühnen.

Ein wesentlicher Punkt in der Arbeit des Zweckverbandes ist laut Skupch derzeit das Löschen des Wissensdurstes von Vereinen, Verbänden und Institutionen. Dafür nehmen Mitarbeiter an vielen Veranstaltungen teil. Die Buga-Zeitung, die im Herbst erstmals erscheinen soll, soll die Bürger in der Havelregion über die Buga informieren und zum Beispiel Aufrufe, Initiativen und Wettbewerbe ankündigen.

Eingegangen sind bereits viele Vorschläge für Veranstaltungen und die Programmplanung. "Das können wir heute weder inhaltlich noch fachlich prüfen. Mit der Veranstaltungsplanung fangen wir erst 2013 an", sagte der Geschäftsführer und versicherte, dass bis dahin alles aufgehoben wird. Es soll nicht nur ein Buga-Programm schlechthin geben, sondern "wir wollen auch städtische Veranstaltungen mit einbeziehen. Dazu müssen Termine abgestimmt und ein Konzept erarbeitet werden. Jeder Vorschlag ist herzlich willkommen, aber die Prüfung erfolgt später".

Gespräche gibt es zudem mit dem Öffentlichen Personennahverkehr, mit Tourismusverbänden, angefangen beim Land bis hin zu städtischen Touristinformationen, mit der IHK und Handwerkskammern, mit Kirchen und Künstlern.

"Jetzt beginnt die inhaltliche Arbeit, wir müssen die Konzepte mit Leben erfüllen. Wir greifen alle Vorschläge auf, schauen, ob es geht, nicht geht oder anders geht. Das Besondere sind die fünf Standorte der Buga. Die müssen wir verkaufen. Unsere Arbeit konzentriert sich auf die eingezäunten Bereiche." Das bedeutet jedoch nicht, dass die sogenannten Erlebnisräume außen vor bleiben. Eine Arbeitsgruppe befasst sich mit diesem Thema. Für kulturelle Begleitprojekte, die qualitativ in den Korridor passen, wird Platz da sein. In die Gestaltung der Erlebnisräume fallen auch der Ausbau der Radwege und das Anlegen des längsten Blumenbandes zwischen Havelberg und Brandenburg. Bei der dörflichen Entwicklung unterstützt die Arbeitsgruppe bei Anträgen auf Fördergelder, so Pressesprecher Joachim Muus.

Zu Abstimmungen mit Vertretern der einzelnen Kommunen weilte der Geschäftsführer in den vergangenen Wochen vor Ort. Voraussichtlich im April soll es Gesprächsangebote in den Städten für interessierte Bürger geben. Es gibt die Idee für einen Info-Bus, der zwischen Havelberg und Brandenburg zunächst einem intensiven Innenmarketing dient, bevor die Außenwerbung startet.