Klietz (sl). Die Gesellschaft für Arbeitsförderung (GfA) hat gestern ihre Zusage eingelöst, für das Elbe-Havel-Land eine zentral gelegene Niederlassung einzurichten. Im Klietzer Gemeindehaus eröffnete das Büro. Dazu ist die Gemeinde mit der Bibliothek in einen bis dahin nicht ausgebauten Bereich unter dem Dach umgezogen und machte Platz für die GfA.

Niederlassungleiter ist Dietrich Staats aus Kamern. Unter 80 Bewerbern war er im Herbst ausgewählt worden, sich um alle Maßnahmen auf dem zweiten Arbeitsmarkt im Elbe-Havel-Land zu kümmern. "Er ist dazu nicht nur fachlich sehr gut geeignet, sondern er kennt sich auch in der Region sehr gut aus und ist in Zukunft Ansprechpartner in allen Angelegenheiten", erklärt der Geschäftsführer der GfA, Bernd Rümschüssel. Dazu kommt, dass die Niederlassung auch zuständig ist für die Bürgerarbeit, die am 1. März mit 42 Beschäftigten in Havelberg startet.

Dietrich Staats zur Seite steht Silke Peters aus Schönhausen. Sie hatte sich im Verwaltungsamt bisher auch um Ein-Euro-Jobs und Kommunalkombi gekümmert. Ihre Maßnahme endet im Frühling und sie wird dann genau wie Dietrich Staats schon jetzt fest bei der GfA angestellt. Bisher hatte sich das Schönhauser Verwaltungsamt um die Maßnahmen auf dem zweiten Arbeitsmarkt gekümmert – diese Aufgabe wurde nun der Gesellschaft übertragen, die ihren Sitz in Uenglingen hat.

Gegenwärtig gibt es noch rund 60 Männer und Frauen im Elbe-Havel-Land, die in verschiedenen Maßnahmen im kulturellen, sozialen und touristischen Bereich tätig sind. Ein Großteil davon endet im Frühling. "Ich hoffe sehr, dass das Jobcenter in Havelberg die neu beantragten Maßnahmen auch genehmigen kann", so Bernd Rümschüssel. Die Liste der Wünsche, die die sechs Gemeinden des Elbe-Havel-Landes haben, ist lang. Welche davon erfüllt werden, hängt von den Genehmigungen ab und auch davon, wieviel Sachkosten der Landkreis zur Verfügung stellt. Auch für die Pflege des grünen Bereiches werden dringend Kräfte benötigt, fügt Verbandsbürgermeister Bernd Witt an.

Zu den Leistungen der GfA kommt noch dazu, dass sie in ihrer Werkstatt Wünsche der Gemeinden erfüllt. So werden Bänke und Spielgeräte aus Holz gebaut, gegenwärtig entsteht eine Überdachung für die Bushaltestelle im Klietzer Trübenweg.