Von Ingo Freihorst

Waldfrieden. Am 4. Februar 1951 sagten Maria und Edwin Manske in der Wohnung des Standesbeamten Willi Bartz in Vehlgast "Ja!" zueinander. Gestern feierten sie in ihrem Haus in Waldfrieden das Fest der diamantenen Hochzeit, wozu auch Bürgermeister Bernd Poloski persönlich gratulierte.

Wie alle Waldfriedener waren auch die Beiden nach dem Krieg zugezogen. Maria Manske wurde 1931 im rumänischen Bukowina geboren, 1945 gelangte sie mit der Familie nach Kümmernitz. Ihre Eltern wurden Neusiedler, sie half ihnen. Beim Tanz im einstigen Schloss – es wurde abgerissen – lernte sie am zweiten Weihnachtsfeiertag 1946 ihren späteren Mann kennen.

Nach der Hochzeit half sie beim Mann in der Siedlung. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor – der Sohn ist leider schon verstorben. Es folgten drei Enkel und zwei Urenkel.

Edwin Manske; Jahrgang 1928, wurde ebenfalls in Rumänien geboren, in Bessarabien. 1940 wurden alle dort "heim ins Reich" geholt. Erst war die Familie ein Jahr im Umsiedlungslager, dann erhielt sie in Polen eine 20-Hektar-Landwirtschaft. Am 18. Januar musste die Familie bei minus 20 Grad Kälte vor der Front fliehen, Endstation war Heidelberg in der Ostprignitz. Sesshaft wurde die Familie jedoch in Waldfrieden, inzwischen ist der 82-jährige Edwin Manske der Älteste hier.

Eine Kommission vergab die Grundstücke, auch er bekam später eins ab. Er arbeitet als Maschinist erst in der MTS, dann in der LPG. Milchfahrer war er 13 Jahre lang.

Immerhin 20 Jahre saß er im Kümmernitzer Gemeinderat, bis zum Zusammenschluss mit Vehlgast. Noch immer läutet er die Glocke in Waldfrieden, zudem ist das Paar Mitglied im Heimatverein.