Von Egmar Gebert

Stendal/Arneburg. Etwa fünf Stunden dauerte die gestrige dritte Runde der Verhandlungen über einen Tarifvertrag in der Zellstoff Stendal GmbH. Ein Ergebnis, sprich einen Tarifabschluss, konnte der Verhandlungsführer der Arbeitnehmerseite, der Tarifsekretär des Hauptvorstandes Hannover der IG Bergbau, Chemie, Energie (BCE), Holger Nieden, im Anschluss an diese Gesprächsrunde noch nicht verkünden.

Es sei um den Komplex der Eingruppierungen der Beschäftigten und die Gehaltsstruktur im Zellstoffwerk gegangen, erläuterte Nieden im Anschluss in einem kurzen Gespräch mit der Volksstimme. "Wir haben von der Werkleitung die aktuellen Unterlagen dazu erhalten und auch die von ihrer Seite geplante Entwicklung auf diesem Gebiet", fasste Nieden zusammen. Für eine Bewertung dieser Unterlagen sei es noch zu früh, so der Gewerkschafter gestern Abend. "Das ist ein Wust von Papier, den wir jetzt erst einmal genau durcharbeiten und dann prüfen werden, inwieweit die Vorstellungen der Arbeitgeberseite und unsere Forderungen zueinander passen."

Dass soll, so der Verhandlungsführer der Zellstoffwerker, im Laufe des heutigen Donnerstags geschehen. Am morgigen Freitag wird die Tarifkommission die Vorschläge der Arbeitgeberseite bewerten und festlegen, wie damit im Weiteren umzugehen ist. Ohne dem vorgreifen zu wollen, schätzte Holger Nieden gestern ein: "Es gibt leichte Annäherungsschritte seitens der Arbeitgeberseite, aber die sind aus meiner jetzigen Sicht noch nicht ausreichend."

Ziel der Gewerkschaft ist die Übernahme der Regelungen des Flächentarifvertrages Ost der Papierindustrie für die rund 400 Beschäftigten der Zellstoff Stendal GmbH.