Für einen prima Jahresauftakt haben am Montag die Blutspender in der Domstadt gesorgt. Beim ersten Blutspendetermin 2011 in der Schulungsbaracke des DRK auf dem Gelände des Landratsamtes ließen sich insgesamt 103 Frauen und Männer jeweils einen halben Liter des kostbaren Lebenssaftes abzapfen.

Havelberg. "Ich wäre auch 2010 schon zur Blutspende gegangen, doch da war ich noch nicht alt genug", erzählt Maik Andree. Der junge Havelberger, der Ende 2010 seinen 18. Geburtstag feierte, gehörte vorgestern zu den fünf Erstspendern, die von Renate Reinhardt vom DRK-Ortsverein freudig zur ersten Spende begrüßt wurden. "Vor einer Spritze oder vorm Blutabnehmen hatte ich noch nie Angst", versichert Maik, dass er völlig unaufgeregt zum Termin gekommen ist. "Und es war auch gar nicht schlimm. Ich habe überhaupt nichts gemerkt", berichtet er. Aus welchen Beweggründen er sich für den Aderlass entschlossen hat? "Ich finde, dass es eine wichtige Sache ist, mit seinem Blut zu helfen, dass gesundheitlich in eine Notlage geratene Menschen wieder auf die Beine kommen", erklärt der junge Mann. "Und auch mir könnte es ja mal passieren, dass ich einen Unfall baue und mich dabei so verletze, dass die Ärzte auf Blutkonserven angewiesen sind, um mein Leben zu retten", fügt er an. "So lange ich kann, möchte ich Blut spenden", sagt er. "Klar, dass ich auch zum nächsten Termin wiederkomme."

Wiedergekommen sind am Montag auch viele Spender, auf die sich der DRK-Ortsverein schon seit vielen Jahren verlassen kann. So bedankte sich Renate Reinhardt bei Otto Hofmann für seine 135. Spende, bei Gerhard Bauer für die 80. Spende, bei Iris Strehmel und Dieter Höhn für die 65. Spende und bei Peter Frahm für die 25. Spende mit kleinen Aufmerksamkeiten. "Sehr gerne werden von den Spendern zum Beispiel Tankstellengutscheine genommen", erzählte die Ehrenamtliche, die an diesem Tag zusammen mit weiteren ehrenamtlichen Helfern vom Ortsverein - Annerose Liedtke, Christine Taege, Gudrun Meyer, Diana Schulz und Christine Heck - die Betreuung der Spendenwilligen übernahm.

Über hundert Frauen und Männer hatten sich übrigens auch im Vorjahr zu jedem der fünf Blutspendetermine in Havelberg eingefunden. Insgesamt kamen 505 Spender und damit 40 weniger als im Jahr 2009. Auch an Erstspendern verzeichnete der DRK-Ortsverein 2010 in Havelberg mit 27 deutlich weniger als im Jahr 2009 mit 41. Dieser Trend setzte sich in den anderen Spendenorten im Altkreis Havelberg fort, mit Ausnahme von Klietz, wo sich die Zahl der Erstspender gegenüber 2009 (6) mit 15 sogar mehr als verdoppelte.

Ein leichter Rückgang der Blutspenden war auch bei den fünf Terminen des Vorjahres in Schollene zu verzeichnen. Von 198 im Jahr 2009 fiel die Zahl im Jahr 2010 auf 175. "In Schönhausen und Klietz dagegen sind die Spendenergebnisse recht konstant geblieben", hat Renate Reinhardt bei einem Blick in die Statistik festgestellt. In Klietz gab es mit 226 Spendern sogar eine leichte Steigerung zum Vorjahr (220). In Schönhausen blieb die Zahl mit 343 (2010) zu 346 (2009) nahezu gleich.

Dennoch konnte der DRK-Ortsverein das Jahr 2010 mit einem deutlichen Plus gegenüber 2009 abschließen. Was in großem Maße an der hohen Spendenbereitschaft der Soldatinnen und Soldaten in der Havelberger Bundeswehr-Kaserne lag. "Bei den vier Terminen, die wir in der Elb-Havel-Kaserne anboten, wurde sage und schreibe insgesamt 1159 Frauen und Männern jeweils ein halber Liter Blut abgenommen", berichtet Renate Reinhardt. Zum Vergleich: 2009 spendeten in der Elb-Havel-Kaserne bei drei Terminen noch 464 Soldatinnen und Soldaten.

Erstmals nicht als Spendenort aufgenommen wurde 2010 die Stadt Sandau. Aufgrund der Nähe zu Havelberg wird das auch im laufenden Jahr so bleiben.

Die nächste Blutspende findet übrigens in Schönhausen statt. Und zwar am 21. März von 15 bis 19.30 Uhr.