Ein dringendes Vorhaben, das die Stadt Sandau allein seit Jahren nicht stemmen konnte, wird in diesem Jahr umgesetzt: der vom Brandschutz geforderte Einbau von sicheren Fluchtwegen in der Grundschule. Darüber informierte Christine Maczutajtis vom Bauamt am Donnerstag den Bauausschuss des Verbandsgemeinderates.

Sandau. Die alte hölzerne Flurtreppe kann im Brandfall den Flammen nicht lange standhalten, ein zweiter Fluchtweg für die Schüler im oberen Stockwerk fehlt gänzlich. Um auch für die künftigen Jahre eine Betriebserlaubnis zu erhalten, ist der Umbau dringend nötig, so die Amtsleiterin. Die Planung ist jetzt in der Vorbereitung, in den nächsten Wochen erfolgen nochmalige Abstimmungen mit dem Brandschutzexperten des Landkreises.

Geplant sei der Einbau einer Stahlbetontreppe, informierte Christine Maczutajtis. Die Schalung dafür wird an Ort und Stelle eingerichtet. Deshalb ist es nötig, zunächst die Außentreppe - also den zweiten Fluchtweg - fertigzustellen. Diese kann während der Bauphase der Betontreppe dann bereits von den Schülern genutzt werden.

In diesem Zusammenhang werden dann auch gleich das Treppenhaus saniert und die restlichen Türen zu den Klassenräumen ausgewechselt. Denn auch letztere müssen im Brandfall dem Feuer eine gesetzlich vorgegebene Zeitspanne standhalten. Der positive Nebeneffekt des zweiten Fluchtweges: Ein bislang nicht mehr genutzter Raum im Dachgeschoss - der ehemalige Werk-raum - darf dann endlich wieder genutzt werden. Eventuell für Schüler mit Föderbedarf, wie Schulleiterin Annette Riemann informierte.

Die Grundschule Sandau steht in der Prioritätenliste der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land ganz oben. 120 000 Euro wurden für das Vorhaben in den Etat eingestellt. "Hier zeigt sich, dass die neu gebildete Verbandsgemeinde mehr bewerkstelligen kann als vorher die auf sich gestellte Kommune", meinte Verbandsgemeindebürgermeister Bernd Witt zu den Ausschussmitgliedern.

Eine Voraussetzung für diese Investition war eine Änderung, wonach die Verbandsgemeinde nicht nur die Gebäude von Schulen, Tagesstätten und Feuerwehren nutzt, sondern auch für deren Instandsetzung zuständig ist. Letzteres war zuvor nicht in den Verträgen enthalten gewesen. Die Immobilien verbleiben dennoch weiter im Besitz der jeweiligen Kommune.

Das nächste Konzept werde Schollene betreffen, so die Bauamtsleiterin weiter. Hier sei geplant, die Grundschule und die den heutigen Anforderungen nicht mehr genügende Kindertagesstätte am Standort der Schule zusammenzuführen. Der Gemeinderat hatte dem bereits zugestimmt.

Ein weiteres Konzept wird für die Tagesstätte in Schönhausen erstellt, hier muss das marode Dach saniert werden und damit zusammenhängend gleich das komplette Dachgeschoss.

Ausschussvorsitzender Gerhard Faller-Walzer fand die Idee gut, die Sitzungen an wechselnden Orten durchzuführen. Das solle so beibehalten werden, meinte er.