Havelberg (as). Seit knapp zwei Wochen lesen die Schüler der Klasse 7a der Havelberger Sekundarschule "Am Weinberg" täglich die Volksstimme. Mit ihrer Lehrerin Andrea Wellenberg beteiligen sie sich an "SchmaZ" - Schüler machen Zeitung. Am Dienstag bekamen sie Besuch von Redaktionsleiterin Andrea Schröder, die mit ihnen über das alltägliche Zeitungmachen sprach. Was ist ein Aufmacher, was eine Schlagzeile, was ein Überflieger? Das wissen die Schüler jetzt. Sie waren sehr interessiert und stellten viele Fragen. Zum Beispiel, wie lange es dauert, eine Zeitung zu drucken, oder weshalb Seiten in Farbe oder schwarz-weiß gedruckt werden. Die Schüler wollten auch wissen, wie der Arbeitstag eines Redakteurs aussieht, woher er die Ideen für die Artikel bekommt und ob es passieren kann, dass er mal genug hat und gar keine Buchstaben mehr sehen möchte.

Mit ihrem Gast unterhielten sich die Schüler auch darüber, welche Geschichten sie schreiben könnten. Maxi Angermann und Mareike Wolfert könnten auf Mitschriften zurückgreifen, die sie im vergangenen Sommer angefertigt haben. "Wir hatten Langeweile und haben Touristen gefragt, was ihnen an Havelberg gefällt", erzählte Maxi. Was die beliebtesten Ziele von Urlaubern in der Region sind, könnte man in der Touristinformation erfragen, schlug Charlotte Wabbel vor. Florian Kroll würde in Sandau gern Aktuelles zum Wiederaufbau des Kirchturms erfragen oder den Sportverein, in dem er selbst Fußball spielt, vorstellen. Fabius Mech könnte sich vorstellen, eine Geschichte übers Angeln zu schreiben, Domenic Wittig über Jugendangebote in Wöplitz. Auch der Alltag eines Lehrers oder ein Interview mit der Schulleiterin würde die Schüler interessieren. Der Girls\' Day am 14. April wäre ebenfalls ein gutes Thema. Andrea Wellenberg schlug auch Geschichten vor. Zum Beispiel Themen bei der Sparkasse, Berufsbildung und Berufswahlpass.

Insgesamt vier Wochen erhalten die Schüler der Klasse 7a, ebenso wie die Parallelklasse, die sich auch an "SchmaZ" beteiligt, die Volksstimme. Einen Besuch der Redaktion, um zu sehen, wie die Lokalseiten am Computer entstehen, haben sie noch geplant. Und dann wollen sie ihre eigenen Artikel schreiben, die dann im "Elb-Havel-Echo" zu lesen sind.