Zwei Minister sind in der kommenden Woche in Havelberg zu Gast. Die Gespräche mit Sozialminister Norbert Bischoff am Montag und Finanzminister Jens Bullerjahn (beide SPD) am Freitag will Bürgermeister Bernd Poloski nutzen, um über das Bauvorhaben und damit die Zukunft des Krankenhauses zu sprechen.

Havelberg. "Die Förderung für das Krankenhaus ist für uns ein wichtiges Thema", sagte Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski gestern im Gespräch mit der Volksstimme. Dabei hat er auch den Einsatz der vier Bürgermeister der sachsen-anhaltischen Bundeswehrorte im Blick, die sich gemeinsam mit der Landesregierung für den Erhalt der Standorte einsetzen wollen (die Volksstimme berichtete gestern). "Für die Sicherung des Bundeswehrstandortes sind die sogenannten weichen Standortfaktoren wichtig", sagte er und zählte unter anderem das Angebot aller Schulformen, gute Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie vernünftige Wohnungsangebote für die Soldaten auf. Die medizinische Versorgung sei ebenfalls ein wichtiger Faktor.

"Wir wollen, dass die Entscheidung zu den Fördergeldern für das Krankenhaus endlich forciert wird." Nicht nur, weil die Stadt zur Bundesgartenschau das Domgebiet fertig gestaltet und keine große Baustelle am Krankenhaus haben will, sondern auch mit Blick auf die Zukunft der medizinischen Versorgung in und um Havelberg. Mit der Modernisierung des Krankenhauses verbunden sei die Bereitschaft des KMG-Klinikums zur Einrichtung eines medizinischen Versorgungszentrums. Das wiederum könnte die Bereitschaft junger Ärzte, sich im ländlichen Raum niederzulassen, erhöhen. Bisher haben alle Landespolitiker, die in Havelberg zu Gast waren, gesagt, dass das Krankenhaus erhalten bleibt. Mit einer klaren Aussage zur Förderung des Umbaus wäre ein wichtiger Anker der Daseinsvorsorge und damit die Perspektive des Hauses gesichert und die Diskussion um die Zukunft würde nicht immer wieder von vorn anfangen. Weitere Themen im Gespräch mit dem Finanzminister sollen der Stand der Buga-Vorbereitung und die finanzielle Situation der Stadt sein.