23mal waren die Kameraden der Fischbecker Feuerwehr im vergangenen Jahr gefordert. Zu den Einsätzen kam noch die Organisation von Festen für die Dorfbewohner dazu und auch in die Ausbildung investierten die Fischbecker viel Zeit.

Mit der Erinnerung an das Abschlagen der großen Eiszapfen über dem Eingang des Einkaufsmarktes "Tedox" begann der Rückblick auf 2010, den Wehrleiter André Köppe auf der Jahreshauptversammlung hielt. Das Herausziehen eines in den Graben im Gewerbegebiet gerutschten Lkw, Unfälle an der Kreuzung, brennende Strohballen an der Milchviehanlage, ein umgestürzter Holzlaster auf der B 188, ein brennendes Windrad, der in Flammen aufgehende Unterstand für Rinder und die Rettung einer eingeklemmten Person nach einem Unfall gehörten zu den Einsätzen.

Um auf so breitem Gebiet immer zu wissen, was zu tun ist, bilden sich die Fischbecker weiter. 24 Dienstabende wurden dazu genutzt. Mario Meseberg konnte mit 23mal am häufigsten teilnehmen, gefolgt von Maik Mangelsdorf und Wilfried Spormann mit 21mal. Die Einsatzstärke ist über das Jahr gesehen unterschiedlich. Denn während der Sommermonate sind etliche Mitglieder wegen ihrer Arbeit in der Landwirtschaft nicht abkömmlich, dazu kommt Montagearbeit. Zwei neue Kameraden wurden für Wehr gewonnen, einer wurde verabschiedet.

Stefan Rente hat die Funktion des Gerätewartes übernommen - diese Arbeit erfülle er sehr verantwortungsbewusst, bescheinigte ihm der Wehrleiter. Mit einer noch abwechslungsreicher werdenden Jugendarbeit sollen weitere Kinder des Ortes für die Mitarbeit in der Jugendwehr begeistert werden.

Zufrieden ist André Köppe, dass von seinen elf Atemschutzgeräteträgern immerhin zehn die Möglichkeit hatten, im Container sehr realitätsnah den Einsatz bei einem Brand zu trainieren. Auch Tony Lobitz als Letzter, der gerade den Lehrgang als Atemschutzgeräteträger absolviert hat, bekommt dieses Jahr die Gelegenheit, in voller Ausrüstung bei über 300 Grad einen Zimmerbrand zu löschen. Denn der Container steht am 22. Oktober in Fischbeck. Kameraden aus Tangermünde und der Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft aus dem Elbe-Havel-Land sollen an diesem Tag üben. Es sind Männer und Frauen der Wehren aus Schönhausen, Kamern und Klietz. Nur, wenn noch Plätze frei sein sollten, können auch andere Wehren der Verbandsgemeinde daran teilnehmen.

Tradition sind seit Jahren das Weihnachtsbaumverbrennen und die Maifeier. 431 Stunden bereiteten die Kameraden alles vor, organisierten die gemütlichen Stunden und räumten hinterher wieder auf. Dafür bedankte sich André Köppe besonders bei Manuel Gericke, Mario Meseberg, Guido Neuer, Marcel Opitz, Hartmut Reichelt, Stefan Rente, Christopher Rzyski, Wilfried Spormann und Kathrin Köppe. Schon jetzt wird die Maifeier 2011 geplant, zuvor findet zusammen mit der Jugendwehr wieder die Schrottsammlung statt.

Nicht zufrieden ist der Wehrleiter mit der Entschädigungssatzung für Feuerwehren im Elbe-Havel-Land. "Anstatt die Einsätze mit einem kleinen finanziellen Beitrag zu belohnen, hätte ich lieber eine finanzielle Anerkennung für die Teilnahme an den Dienstabenden. Denn das hätte sich für die Kameraden mehr gelohnt. Sind keine Einsätze, gibt es auch keine Entschädigung, aber die wichtige Ausbildung wird immer durchgeführt." Die Mitgliedschaft in der Feuerwehr sei ehrenamtlich, "aber auch die Mitglieder im Gemeinde- und Verbandsgemeinderat arbeiten ehrenamtlich und bekommen für die Teilnahme an ihren Sitzungen Aufwandsentschädigungen. Wenn ein Ratsmitglied so viele Stunden leisten würde wie ein Feuerwehrmann, würde sich wohl niemand mehr zur Wahl stellen." Auch von der Zahlung einer Feuerwehrrente, die zumindest einen kleinen Anreiz für die Kameraden darstellen würde, sei heute leider keine Rede mehr. "Von allen ehrenamtlichen Bürgern in unserer Verbandsgemeinde stehen die Feuerwehrleute ganz unten."

Neben Ehrungen und Beförderungen sprach André Köppe dem langjährigen Mitglied Siegfried Wallisch seinen Dank für 39 Dienstjahre aus. Er scheidet aus dem aktiven Dienst aus und ist nun Mitglied der Altersabteilung.

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