Havelberg (as). Drachen haben auf der Havelberger Stadtinsel Einzug gehalten. Gestern eröffnete in der Galerie Lange Straße 1 die Ausstellung "Drachen". Drollig drein guckende Drachen erfreuen die großen und kleinen Besucher. Keramikmeisterin Astrid Reichhardt aus dem westelbischen Berge bei Werben stellt bis zum 10. April ihre Skulpturen aus. Die Hamburgerin, die vor vier Jahren nach Berge zog, wurde durch die befreundete Buchautorin Cornelia Funke zu ihrer Keramik inspiriert. Das "Muttertier" Maja ist in der Ausstellung zu sehen. Allerdings ist sie gegenüber den anderen Skulpturen unverkäuflich, berichtete die Künstlerin. Manche Drachen speien Feuer, denn sie sind als Öllampen hergestellt.

Ein anderer feuerspeiender Drachen lädt vor der Eingangstür in die Räumlichkeiten ein. Der Havelberger Kurt Kubat hat ihn geschmiedet. Mit seinen Arbeiten eine Ausstellung zu gestalten, könnte sich Kulturberater und Initiator des Kulturprojektes Stadtinsel Reinhart Richter sehr gut vorstellen, sagte er gestern zur Ausstellungseröffnung.

Der Osnabrücker hatte seine Schwester Karen Leichthammer mit in die Hansestadt gebracht, die gestern aus ihrem Kinderbuch "Jule Vanderstraat auf magischen Wegen" vorlas. Heute Vormittag liest sie den Fünftklässlern des Gymnasiums daraus vor. Zum Drachenprojekt gehören auch die Arbeiten aus der Igelgruppe der Kita "Regenbogen" und die der Sechstklässler des Gymnasiums, die Albrecht Dürers "Rhinozeros" als Grundlage für ihre Kunstwerke hatten.

Das Altstadtcafé hatte Drachenkuchen gebacken. Hier gibt es auch den Schlüssel für all diejenigen, die sich die Ausstellung in den nächsten Wochen anschauen möchten.

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