Fischbeck (ifr). Zum Tag der offenen Tür hatte am Wochenende Claudia Welsch nach Fischbeck eingeladen. Anlass war der deutschlandweite "Tag der offenen Töpferei". Zwar findet man in der Fischbecker Werkstatt keine Utensilien zur Tonverarbeitung, wie man sie aus den Töpfereien kennt, doch auch hier werden Keramiken hergestellt.

In den Regalen finden die Besucher kleine Häuser, Vasen, Spieluhren, sogar noch Weihnachtsmänner und - der Jahreszeit entsprechend - (Oster)Hasen und Kücken. "Die Figuren werden aus vorgefertigten Formen hergestellt und anschließend von mir mit Acrylfarbe bemalt", erklärte die Fischbeckerin. Dazu wird flüssiger Ton in die Formen gegossen, der darin aushärtet. Dieses Kunstgewerbe betreibt sie bereits seit zehn Jahren.

Es fällt auf, dass auch Indianer zu finden sind sowie Motive aus Nordamerika Eier und Vasen zieren. Claudia Welsch lebte einige Zeit in Übersee und ließ sich dort von den indianischen Motiven inspirieren. Vor 13 Jahren kam sie aus Süddeutschland in die Region, sie zog mit ihrem Mann mit, der als Soldat zum Klietzer Übungsplatz versetzt wurde.

Arbeiten von ihr kann man auch im Jerichower Museum erwerben. Mit dem Kunstmaler Marian Siwek aus dem Nachbarort ist zudem ein gemeinsames Projekt geplant.