Der Schönhauser Bismarck-Park "verwandelt" sich am ersten Aprilwochenende wieder in eine bunte Kunst-Landschaft. Neben Masken von Grundschülern sind es nun auch Bilder, die Schönhauser Jugendliche gestaltet haben.

Schönhausen. "Toll, was hier entsteht", stellen Berbel Wischer und Katja Gosdek zufrieden fest, als sie vor ein paar Tagen zu Gast im Jugendklub sind. Schon zum zweiten Mal. Denn das Projekt "Verwandlungen II" nimmt Zeit in Anspruch. Vorbereitet wird eine Ausstellung, die am ersten April-Wochenende den Schönhauser Park prägen soll. Im vergangenen Jahr hatten die Hortkinder bei einem Museums-Projekt Masken gestaltet, die den Park zierten und ein buntes Zeichen gegen das Treffen rechtsgerichteter Bismarck-Freunde setzten.

Das Projekt wird nun noch ausgebaut. "Dieses Mal geht es um den Expressionismus", berichtet die Museumspädagogin Katja Gosdek. Beim ersten Treffen im Jugendklub hatten sie und die unterstützende Berbel Wischer mit den Jugendlichen über die Maler und die Kunst vor 100 Jahren gesprochen. Nach dem Betrachten von bekannten Bildern aus der Zeit um 1910 wurden die Mädchen und Jungen dann selbst aktiv, malten ab, skizzierten eigene Entwürfe. Am vergangenen Freitag wurde ausgewählt, welche der Entwürfe auf sieben zur Verfügung stehende Leinwände gebracht werden. "Zwar kann man erst die Anfänge der Bilder sehen, aber allein schon die Skizzen sind vielversprechend", so Katja Gosdek. Die Bismarck-Stiftung finanziert das Projekt.

Bis Ende März wollen die Jugendlichen ihre Werke vollenden. Sie sollen dann voraussichtlich an den Außenwänden des Museums angebracht werden. Zu sehen sind sie bereits am Nachmittag des 1. April, wenn die Aktion "Kinder laufen für Kinder" stattfindet. Und am Sonnabend werden die Masken und Bilder wieder ins Freie gebracht.