Schönhausen (as). Über das Ergebnis der Landtagswahlen hatte die Volksstimme am Montag auch mit Schönhausens Bürgermeister Alfons Dobkowicz gesprochen. Besonders erschreckend fand er die vielen Wähler in seiner Gemeinde, die bei der NPD ein Kreuz gemacht haben. In Schönhausen waren es 57 von 731 Wählern und somit 7,8 Prozent, in Hohengöhren 13 von 189 (7,1 Prozent). Schuld daran ist seiner Ansicht nach die große Politik. "Die Leute sind immer unzufriedener, vor allem auch die Hartz-IV-Empfänger." Da kämen die Parolen der Rechten gerade recht.

Von der neuen Landesregierung erwarte er nicht sehr viel. Die Bedingungen insgesamt seien nicht so, dass Besserungen zu erwarten wären, "egal wer mit wem zusammen regiert". Freuen würde er sich, wenn es nicht weitere von oben verordnete Veränderungen für die Kommunen geben würde. "Die letzte Landesregierung hatte uns ja die Gebietsreform vor die Nase gesetzt."

Wichtig sei vor allem, das Finanzausgleichgesetz zu kippen und die Kommunen wieder besser finanziell auszustatten, wünscht sich der Bürgermeister. "Die Kommunen müssen in der Lage sein, ihre öffentlichen Aufgaben genauso wie bisher oder besser erfüllen zu können. Zum Beispiel, damit Vereine weiterhin arbeiten können. Jetzt ist es so, dass unsere Zuweisungen an die Verbandsgemeinde und den Landkreis gehen", so Alfons Dobkowicz.