Für 49 Jugendliche aus der Sekundarschule "Am Weinberg" - 36 aus den beiden zehnten Klassen und 13 aus der Hauptschulklasse 9 - hat der Endspurt begonnen. Nicht nur für das Schuljahr, sondern für die gesamte Schulzeit. Denn gemeinsam bilden sie den Abschlussjahrgang 2011 an der Weinberg-Schule.

Havelberg. "Die Generalprobe ist etwas daneben gegangen", sagt Schulleiterin Kerstin Meinschien und meint damit das Gesamtergebnis der schriftlichen Vorprüfungen in Deutsch, Englisch und Mathematik, die die Zehntklässler vor einigen Wochen als einzige große Klassenarbeit im zweiten Schulhalbjahr unter Prüfungsbedingungen absolvieren mussten. Da zwei dieser Arbeiten zu jeweils 40 Prozent in die Vornote eingehen, "muss sich nun so mancher bei den schriftlichen Prüfungen mächtig anstrengen, um dieses Ergebnis wieder auszubügeln". Die Stunde der Wahrheit schlägt noch vor dem Osterfest: Am 11. April beginnt sie mit dem Deutschaufsatz über 240 Minuten, am 13. April folgt die Englischarbeit über 120 Minuten, und am 15. April wird sie mit der Prüfung im Fach Mathematik (180 Minuten) beschlossen. "Alle 36 Schüler aus den zehnten Klassen sind für die Prüfungen zugelassen worden", so Kerstin Meinschien. Damit habe die "heiße Phase" begonnen. "Alles, was derzeit im Unterricht der Klassenstufe 10 behandelt wird, läuft einzig und allein auf ein Ziel hinaus: die Schüler bestens auf die Prüfungswoche vorzubereiten", macht die Schulleiterin deutlich. Im Fach Mathematik, das sie auch selbst unterrichtet, geschieht das zum Beispiel mit einem speziellen Aufgabenpraktikum. "Mit Hilfe von Prüfungsaufgaben aus den letzten zehn Jahren, die immer ein anderer Schüler an der Tafel mit den notwendigen Erläuterungen dazu auflöst, wird jedes Stoffgebiet noch einmal ordentlich aufgefrischt", erklärt die Schulleiterin. Das sei der beste Rüststoff für die drei Pflicht- und die vier Wahlaufgaben bei der bevorstehenden schriftlichen Leistungsüberprüfung.

Was letztlich bei den Prüfungen herausgekommen ist und welche Vornote das am Ende in Deutsch, Mathematik und Englisch ergibt, erfahren die Zehntklässler erst bei der Verkündung der Ergebnisse am 23. Mai. Somit können sie sich nach den Osterferien im Unterricht absolut noch nicht ausruhen, denn ihre Leistungen werden noch gute drei Wochen lang weiter benotet. Erst am 20. Mai ist Schluss damit. Eine gute Woche später, am Donnerstag, dem 28. Mai, feiern die Jugendlichen dann ihren letzten offiziellen Unterrichtstag. In den ersten beiden Unterrichtsstunden dieses Tages steht ihnen der Schulhof dafür zur Verfügung.

Auch auf eine gemeinsame Abschlussfahrt freuen sich die 10 a und 10 b noch im Monat Mai. Für eine Woche lang ist dabei die Hansestadt Hamburg das Ziel.

Im Juni stehen dann die mündlichen Prüfungen auf dem Programm: Die ersten in den naturwissenschaftlichen Fächern finden vor den Pfingstferien statt, die in den anderen Fächern folgen dann ab dem 20. Juni. Erst wenn diese vorbei sind, sind zehn Jahre Schulzeit an ihrem Ende angekommen.

Nicht ganz so stressig haben es die Neuntklässler im Hauptschulgang in den nächsten Wochen und Monaten. Für sie gibt es zwar keine Pflichtprüfungen, wer am Ende mit einem guten Abschluss die Schule verlassen möchte, muss allerdings auch etwas dafür tun. Auf freiwilliger Basis können die Hauptschüler an sogenannten besonderen Leistungsfeststellungen teilnehmen. Schriftlich finden diese am 23. Mai in Deutsch und am 25. Mai in Mathematik statt mit dem Ziel der Leistungsverbesserung in diesen Fächern. Wer den qualifizierten Hauptschulabschluss erwerben möchte, kommt um diese besonderen Leistungsfeststellungen, die auch noch mündlich stattfinden, nicht herum.

Die Abschlusszeugnisse gibt es auch in diesem Jahr wieder in feierlicher Form im Rathaussaal. Und zwar am 1. Juli.