Kamern. Eine Weltneuheit wird es bei der Neuauflage des Hedemickenlaufes in Kamern geben: Die Läufer müssen kein Startgeld bezahlen - sie bekommen eines in Höhe von jeweils einem Euro. Darüber informierte Gerd Engel im Gespräch mit der Volksstimme. Der Ehrenvorsitzende der Stendaler Laufgruppe Haeder und Organisator der Äthiopien-Kinderhilfe gehört zum Team, das den 20. Lauf vorbereitet. Der Lauf um die Hedemicke hatte bis zur Pause vor zehn Jahren alljährlich viele Leute in die Seegemeinde gelockt. Der Sandauer Marian Buhtz hatte die Idee zur Wiederbelebung und holte sich neben den Lauffreunden aus Stendal weitere Helfer mit ins Boot. Der SV Empor Kamern ist Veranstalter, der Kultour-Verein, der den Frau-Harke-Sagenpfad gestaltet, ist ebenfalls mit dabei.

Am Sonntagvormittag traf sich eine Gruppe von Läufern in Kamern, um die Strecke zu testen und auszumessen. Für letzteres war der Tangermünder Dr. Wolfgang Ludwicki zuständig, der mit Hilfe von GPS die Strecke ausgemessen hat. Über genau 9,6 Kilometer wird es am Sonntag, 24. Juli, vom See aus um die Hedemicke herum und anschließend über den Frau-Harke-Berg gehen. Dort ist eine Getränkestelle geplant. Es gibt auch die kürzere Distanz über sechs Kilometer. Die AOK ist Sponsor der Veranstaltung, übernimmt zum Beispiel die Herstellung der Startnummern. Es wird eine Tombola geben. Für Kinder ist der "Lauf der Rennmäuse" über 400 Meter gedacht, angelehnt an die Maus "Speedy Gonzales".

"Dass wir jedem Läufer einen Euro Startgeld zahlen, soll das Mitmachen honorieren und zeigen, dass die Organisation von Volksläufen nicht teuer sein muss, wenn sich Gleichgesinnte dafür engagieren", so der Stendaler Gerd Engel, der auf langjährige Erfahrungen bei der Vorbereitung von Laufveranstaltungen im In- und Ausland verweist.

Das nächste Treffen aller an der Organisation Beteiligten findet am Montag, 9. Mai, ab 17 Uhr am Jugendklub in Kamern statt. Wer Ideen für das Rahmenprogramm hat, das sich an den Themen Natur, Umwelt, Volkssport und Bundesgartenschau orientiert, und unterstützen möchte, ist gern gesehen.