48 Waidgenossen sind im Hegering "Elb-Havel-Winkel" vereint. Am Freitag hatte dieser zu seiner Jahresversammlung ins Gasthaus nach Kuhlhausen eingeladen. Eröffnet wurde das Treffen mit einer Trophäenschau.

Kuhlhausen. Großes Jagdglück hatten im vergangenen Jagdjahr die Jederitzer Jäger: Ein neun Jahre alter Keiler war bei der Jagd von der Hundemeute gestellt und von den Hundeführern erlegt worden - ausgeweidet brachte er noch immer 128 Kilo auf die Waage. Nahe Kuhlhausen war zudem ein Hirsch erlegt worden.

Von den 80 im Hegering erlegten Rehböcken wurden bei der Trophäenschau immerhin 71 bewertet, eine sehr hohe Anzahl, lobte Vorsitzender Falko Leue. Die Keilertrophäen müssten jedoch beim Landesverband bewertet werden.

Insgesamt wurden im Hegering - er umfasst die Jäger aus dem Havelwinkel sowie Sandau, Wulkau und Neukamern - 207 Rehe zu Strecke gebracht. Davon waren immerhin 42 Tiere Fallwild, also bereits tot. Die meisten Rehe, nämlich 45, wurden in Kuhlhausen zur Strecke gebracht. Vier Stücken Rotwild wurden erlegt sowie 87 Wildschweine.

Die Abschusszahlen belegen beim Schwarzwild, dass sich der einst arg hohe Bestand wieder normalisiert hat, geschuldet den beiden strengen Wintern in Folge. Im Jagdjahr 2007/2008 war der Rekord von 146 Schweinen geschossen worden, 2009 noch 109.

Jetzt soll mit vereinten Anstrengungen einer weiteren übergroßen Population, die das Niederwild arg dezimiert, der Garaus gemacht werden: den Minken. Jäger Christian Ahrens aus Jederitz, er ist mit im Vorstand des Hegerings tätig, hatte in einem MDR-Film das Thema in die breite Öffentlichkeit gebracht. So wird der Mink verdächtigt, die Lachmöwenkolonie auf dem Schollener See ausgelöscht zu haben.

Immerhin wurden im vergangenen Jagdjahr im Hegering 42 Minke erlegt. Die Zahlen sind weiter steigend. Ebenso bei den Waschbären, wo 216 zur Strecke gebracht wurden. Das Gros davon mit je 54 in Sandau und Jederitz.

Jetzt wurden vom Landkreis Fallen zur Verfügung gestellt, um besonders in Naturschutzgebieten Minke zu fangen. Sogar der Stremel ist nun für die Fallenjagd freigegeben.

Falko Leue rügte, dass sich zum jagdlichen Schießen erneut nur wenige Jäger eingefunden hatten. Er würde es begrüßen, wenn es zur Pflicht gemacht würde. Beim ersten Durchgang siegte Marion Klopp aus Sandau, beim zweiten Marko Braunschweig aus Neukamern. Im nächsten Jahr soll ein weiterer Pokal gestiftet werden, informierte Remo Genz vom Vorstand.