Wust (sl). Die stattliche Summe von 123,11 Euro kam beim Soli-Basar der Wuster Grundschule zusammen. Anlässlich des Projekttages, an dem es um die Globale Bildungskampagne (alle Kinder auf der Welt sollen bis 2015 das Recht auf einen Schulbesuch haben) und um das Patenkind Valentina im afrikanischen Malawi ging, hatten die Kinder wieder Spielzeug von zu Hause mitgebracht. Die 1. Klasse nahm 23,48 Euro ein, die 2. Klasse 32,76 Euro, die 3. Klasse 27,68 Euro und die Viertklässler 30,19 Euro. Zusammen mit dem Erlös der Aktion "Kinder laufen für Kinder, bei der Sponsoren am Schuljahresende die zurückgelegten Kilometer bezahlen, ist das Geld für die Patenschaft gesichert.

Erst recht, nachdem Dr. Helga Paschke für drei Monate die Kosten übernahm. Die Landespolitikerin war zu Gast an der Schule und lobte das Engagement der Kinder, die sich gegen Kinderarbeit und das Recht auf Schulbildung für alle einsetzen (wir berichteten gestern). Die Schüler nutzten nach der Vorstellung ihrer Projekte die Gelegenheit, der Politikerin Fragen zu stellen. Willi aus der 2. Klasse wollte beispielsweise wissen, warum sie Politikerin werden wollte. Schon in der Schule hätte sie interessiert, was auf der Welt passiert. Als Achtklässlerin war sie in einem internationalen Ferienlager auf der Krim und merkte hier, wie benachteiligt die Kinder in Afrika sind. Dr. Paschke erzählte, dass sie gelernte Physiotherapeutin ist, wie ihr Tagesablauf aussieht, dass sie in der Freizeit gern um den Klietzer See wandert und dass sie schon oft Gastkinder u. a. aus Weißrussland bei sich zu Hause in Klietz beherbergte. Ihr größter Wunsch ist, dass es keine armen Kinder mehr gibt - dafür gab es Applaus von den Wustern.

Die hatten am Donnerstag noch weitere Gäste. Und zwar acht Austauschschüler, die gegenwärtig über die Organisation AfS im Landkreis Stendal leben. Die Jugendlichen aus den USA, Mexiko, Argentinien, Brasilien, Australien, Norwegen, Thailand und Hongkong beteiligten sich an den Projekten und staunten, wie diszipliniert die Wuster Schüler sind. Sie erzählten, wie es um die Schulbildung in ihrer Heimat bestellt ist und beteiligten sich an den Projekten und am Briefeschreiben für Valentina. Von den Erstklässlern gibt es ein Bilderbuch, über das sich die Fünfjährige sicher freuen wird. Seit vergangenem Jahr ist Valentina das Patenkind, zuvor kümmerte sich die Grundschule um die nun erwachsene Linda.

   

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