Die Verkehrssituation morgens vor Unterrichtsbeginn an der Havelberger Grundschule "Am Eichenwald" hat sich entspannt. Das teilweise Chaos, das hier zuletzt herrschte, weil zur gleichen Zeit mehrere Eltern mit ihren Kindern bis auf den Parkplatz vor der Schule fahren wollten, hat sich gelegt.

Havelberg. "Es freut uns sehr, dass unsere Argumentationen bei einem Großteil der Elternschaft Gehör gefunden haben", freut sich Uwe Zimmermann, der Vorsitzende des Schulelternrates der Havelberger Grundschule. Das Gremium hatte sich vor einigen Tagen im Schulhaus getroffen, um einige Schwerpunktthemen zu behandeln. Dazu gehörte auch der allmorgendliche Verkehr in Richtung Grundschule. Als Gäste nahmen daran unter anderem Schulleiter Lothar Riemann, Ordnungsamtsleiter Klaus Heidrich und der Leiter des Revierkommissariats in Havelberg, Polizeihauptkommissar Ralf Würpel, teil. Sie hatten vor Schulbeginn mehrfach den an- und abfahrenden Verkehr beobachtet.

Einen großen Anteil an der Entschärfung der Verkehrslage vor Unterrichtsbeginn habe der Schulleiter Lothar Riemann selbst, schätzte Uwe Zimmermann ein. "Er hat die Eltern größtenteils persönlich angesprochen und ihnen erklärt, warum die Situation auf dem Parkplatz und auf der Straße verbessert werden muss."

Aber auch die Unterstützung der Stadt Havelberg bei der Lösung des Verkehrsproblems habe Früchte getragen, so der Schulelternratsvorsitzende. "Wir sind dem Bauhof der Stadt sehr dankbar dafür, dass er die Freifläche vor dem Eichenwald so hergerichtet hat, dass dort jetzt 25 bis 30 Autos auf einmal parken können." Die Fläche werde von ihre Kinder zur Schule bringenden Eltern bereits gut angenommen, hat Uwe Zimmermann festgestellt. Der kurze Fußweg durch den Eichenwald bis zur Schule sei den Grundschülern zumutbar. Zumal hier täglich eine Aufsicht über die Kleinen wacht. Eltern könnten von hier aus ihre Töchter oder Söhne aber auch ohne weiteres bis zum Schulgebäude begleiten, wenn sie das wünschen. "Jedenfalls möchten wir allen Müttern und Vätern Dank sagen, die dazu beitragen, dass das Verkehrschaos vor der Grundschule der Vergangenheit angehört", erklärte Uwe Zimmermann "im Namen des Schulelternrates" gegenüber der Volksstimme.

Ein zweites großes Thema der Beratung war die Mittagsversorgung an der Grundschule und die zur Vesper im städtischen Hort. "Als Schulelternrat wollten wir wissen, was die Eltern über die Qualität, die Quantität und das Preis-Leistungs-Verhältnis der Mahlzeiten denken. Aus diesem Grund haben wir über die Klassenleiter Fragebögen an die Essenteilnehmer austeilen lassen", berichtet Uwe Zimmermann. Die Teilnahme der Eltern an der Befragung sei überraschend groß gewesen. "Von 84 ausgegebenen Fragebögen haben wir immerhin 71 ausgefüllt zurück erhalten."

Mit Gerd Endler, dem Inhaber der Firma, die die Essenversorgung in der Schule und im Hort anbietet, wurden die Ergebnisse dann ausgewertet. Er war auch zu der Schulelternratssitzung gekommen, um Stellung zu einigen offenen Fragen zu beziehen. Vor allem stand dabei die erst kürzlich vorgenommene Preiserhöhung beim Mittagessen von 2,10 auf 2,30 Euro und die der Vesper von 0,80 auf 1,00 Euro zur Debatte. Gerd Endler erläuterte den Mitgliedern des Schulelternrates die Gründe dafür. So sei die Neukalkulation der Preise hauptsächlich auf die gestiegenen Betriebskosten zurückzuführen. Deswegen hätten auch mehrere Gaststätten in der Stadt und im Umkreis bereits die Preise für ihre Gerichte erhöht. Insbesondere der Strom sei erheblich teurer geworden, was der Firma ungeplante Mehrausgaben beschere. Diese müssten nun auf das Essen aufgeschlagen werden. Das dem auch wirklich so sei, bestätigte der in der Runde anwesende Hauptamtsleiter der Stadt Havelberg, Hannes Warnstedt.

Was die Qualität und Quantität des Schulessens betrifft, sagte Gerd Endler zu, vor der Auslieferung selbst mehr darauf zu achten. Zum Beispiel hatten einige Eltern bemängelt, dass die Essenportionen zu klein ausfallen würden. Gerd Endler sprach den Wunsch aus, in solchen Fällen umgehend darüber informiert zu werden, um gleich handeln nzu können. Er begrüßte den Vorschlag des Schulelternrates, seitens der Eltern eine Küchenkommission zu bilden, die unter anderem auf abwechslungsreiche und gesunde Kost achten und Vorschläge für den Speiseplan erarbeiten möchte. Dieser Kommission sollten zwei bis drei Eltern von Kindern aus der Grundschule und eine Mitarbeiterin oder ein Elternteil aus dem städtischen Hort angehören. Letzter Punkt war die Neufestsetzung der Kassierungszeiten für die Essenversorgung. Sie findet Montag und Dienstag von 8 bis 8.30 Uhr und am Montag zusätzlich von 12 bis 12.30 Uhr in der Grundschule statt. In der Küche am Birkenweg 40 erfolgt sie Montag bis Donnerstag von 6 bis 7.30 und von 12.30 bis 14 Uhr sowie am Mittwoch zusätzlich in der Zeit von 7.30 bis 9 Uhr.