59900 Euro bekommt die Gemeinde Schönhausen aus dem kurzfristig vom Land auferlegten Schlaglochprogramm. Damit kann die Trübenstraße, die auf der Prioritätenliste der Gemeinde ohnehin mit an oberster Stelle stand, nun überraschend schnell repariert werden.

Schönhausen. "Das ist ein Glücksfall für uns als Gemeinde", erklärte Bürgermeister Alfons Dobkowicz am Dienstagabend im Hauptausschuss. Und er dankte sogleich dem Bauamt der Verbandsgemeinde. Das hatte nach dem strengen Winter, als die zahlreichen Straßenschäden sichtbar wurden, ganz schnell auf ein Angebot des Landkreises reagiert und mehrere Straßen im Elbe-Havel-Land gemeldet, die dringend Reparaturbedarf haben. Den Zuschlag erhielt nur die Schönhauser Trübenstraße. Die Gemeinde zählt auch zu den wenigen, die eine Rücklage haben und so den Eigenanteil aufbringen kann. Der beträgt 20000 Euro. "Wir bekommen für wenig Geld eine Straße, die die nächsten 10, 15 Jahre gut befahrbar ist."

Die Trübenstraße zählt zu den Straßen in Schönhausen, die dringend zu erneuern sind. Nach der Linden-, der Berg- und der Heinestraße, die die Gemeinde nach mehreren Anläufen nun ab kommendem Jahr in Angriff nehmen will, sollte die Trübenstraße an die Reihe kommen. Eine Kostenschätzung, die einmal im Bauamt erstellt worden war, ergab 700000 Euro. Und die Schönhauser Grundstücksbesitzer wären entsprechend der Satzung dann auch an den Kosten beteiligt worden. "Das ist jetzt nicht der Fall. Denn es handelt sich nicht um einen grundhaften Ausbau, sondern um eine Reparatur", macht Alfons Dobkowicz deutlich. "Der Seitenbereich wird nicht angefasst. Es handelt sich lediglich um eine neue Fahrbahnoberfläche. Die alte wird abgefräst und erhält eine neue, bis zu zehn Zentimeter dicke Asphaltschicht." Und zwar über den Bahnübergang hinaus durch die Siedlung bis hin zum Waldrand.

Das Bauamt übernimmt nun die Planung und Ausschreibung, bis zum nächsten Winter soll alles fertig sein. Vor Baubeginn gibt es eine Anliegerversammlung.

Im Elbe-Havel-Land gebe es weitere Straßen, die durch den Winter stark gelitten haben, so Verbandsbürgermeister Bernd Witt. "Schön wäre gewesen, wenn auch andere Gemeinden in den Genuss von Fördermitteln gekommen wären. Aber wir sind schon mal froh, dass es für Schönhausen geklappt hat." Alfons Dobkowicz fügte schmunzelnd an, dass es ruhig noch ein paar starke Winter und dann solche Förderprogramme geben kann, "wir haben noch ein paar Straßen, die wir so auf Vordermann bringen könnten..."