Stendal (fe). Selbst der Oberbürgermeister der Gastgeberstadt lässt sich den so genannten "Campus Day", den Tag der offenen Hochschultür, nicht entgehen. Nein, studieren, das will er ganz sicher nicht mehr, der studierte Finanzfachmann Klaus Schmotz. Er eröffnet heute mit einem Empfang im Rathaus jenen Hochschultag. Überdies weiß er um die Bedeutung eines solchen Tages für die Hansestadt und die Region und selbstredend für die Fachhochschule Magdeburg-Stendal. Da will man sich präsentieren, und es ist nicht nur ein Tag, und es ist nicht nur eine Tür; es sind Tage der Hochschultüren, mit dem Hauptteil morgen zwischen 10 Uhr und 14 Uhr.

Ab morgen können Studieninteressierte den Standort Stendal, den Campus, die einzelnen Häuser in Stendal Nord für sich entdecken, erlaufen, hineinschnuppern. Und das darf wiederum ganz wörtlich genommen werden. Denn am Sonnabend, dem Haupttag der Veranstaltung, werden in Haus 2 und 3 in verschiedenen Räumen Vorträge zu einzelnen Studiengängen gehalten. Betriebswirtschaftler stellen sich genauso vor wie der Masterstudiengang Risikomanagement, die Rehabilitationspsychologie oder die Angewandten Kind-heitswissenschaften.

Lernen für Bewerber wie Hochschule

Flankierend können allgemeine Informationen zu Fremdsprachenangeboten, zur allgemeinen Studienberatung oder zum Probestudium eingeholt werden. Auch das "International Office", also das Amt für internationale Angelegenheiten, steht am Sonnabend ab 10 Uhr allen offen. Insbesondere will die Hochschule damit, so äußert sich Pro-Rektor Prof. Wolfgang Patzig gegenüber dieser Zeitung, "den Bewerbern zeigen, in welchem Umfeld sich die Hochschule befindet, was sie zu bieten hat, und vielleicht bleiben die Leute dann über diese Wochenende hinaus und lernen diese Region besser kennen". Man müsse als Hochschulstandort, sagt Patzig weiter, natürlich auch erst lernen, was Tage der offenen Tür wirklich brächten. Einen Gewinn verzeichnet der Hochschullehrer immerhin zuvor: "Stadt, Landkreis und Unternehmen stehen uns dabei zur Seite." Ein Marktplatz der Wissenschaften im ländlichen Raum also, der am Sonntag ausgiebig im Umland erkundet werden kann.