Was ihnen an der Havelberger Volksstimme gefällt und was nicht, welche Veränderungen sie sich in der Stadt wünschen und was ihnen sonst noch so am Herzen liegt, wollten die Volksstimme-Redakteure Andrea Schröder und Dieter Haase gestern von den Frauen und Männern wissen, die der Einladung der Havelberger Redaktion zum Kaffeeklatsch vor dem Domizil der Volkssolidarität in der Semmelweisstraße folgten. Es waren erfreulich viele.

Von Dieter Haase

Havelberg. "Der beste Artikel in den letzten Wochen war aus meiner Sicht der Aprilscherz", meinte Waltraut Freihorst. "Es muss ja nicht gleich eine Rolltreppe vom Dom hinunter in Richtung Dombrücke sein - ein Lift würde es auch tun." Ihr Anliegen: "Hier in der Oberstadt leben die meisten Einwohner Havelbergs. Wer von ihnen aber zu Fuß, mit dem Fahrrad oder gar mit dem Kinderwagen in Geschäfte, Gaststätten oder Büros auf der Stadtinsel möchte, steht vor einem großen Problem: nämlich welchen Weg er dazu nehmen soll. Die Zuwegungen sind nämlich für alle, die nicht mit dem Auto fahren, nicht gerade die besten." Die Domtreppe eigne sich zwar gut für Fußgänger, aber auch nur für solche, die noch gut zu Fuß sind. Ältere Menschen hätten mit den vielen Stufen schon so ihre Probleme. "Ein Lift würde dieses Problem lösen, auch im Hinblick auf die Buga im Jahr 2015, wenn zu den Besuchern der Domstadt mit Sicherheit eine ganze Menge Senioren gehören." So weit zu den Lauffreudigen. "Als fahrradfreudige Rentnerin weiß ich allerdings auch nicht so recht, wo ich langfahren soll, wenn ich auf die Stadtinsel möchte. Die im Bau befindlichen Radwege an der B107 sind noch nicht fertig, und bei der Tour über den Nußberg und die Weinbergstraße fallen mir bei der Holpelei über die Pflastersteine glatt die dritten Zähne raus", spricht Waltraut Freihorst ein weiteres Problem an. Die Volksstimme wird es aufgreifen und berichten, wie die zuständigen Fachleute im Rathaus darüber denken, ob sie Lösungswege sehen oder bereits an solchen arbeiten.

Das leidige Problem mit der Ordnung und Sauberkeit in der Stadt sprach Klaus Wischer beim gestrigen Kaffeeklatsch an. Vor allem ärgern den Hansestädter die vielen Hundekothaufen beziehungsweise "Tretminen" auf öffentlichen Wegen. "Eigentlich fällt mir immer nur die gleiche Frau auf, die beim Ausführen ihres Hundes stets eine Tüte für den Fall dabei hat, dass ihr Vierbeiner unterwegs sein großes Geschäft erledigt. Allen anderen Hundehaltern, die ich sehe, scheint es ziemlich egal zu sein, ob und wo ihr Liebling einen Haufen hinterlässt. Sie kümmern sich nicht im Geringsten um die Beseitigung der Hundekacke." Klaus Wischer fragt sich, in welchem Verhältnis diese Leute zu ihrer wirklich schönen Stadt stehen. Aber auch Abfall (leere Verpackungen, Kaffeebecher, Glasflaschen und vieles andere mehr) werde ohne Nachzudenken auf die Straße und in Anlagen geworfen, statt in den Papier- oder Abfallkorb. (Weiteres folgt.)