Über die Entwicklung der Einwohnerzahlen im Elbe-Havel-Land hat sich der Verbandsgemeinderat informieren lassen. Fazit: "Wir müssen etwas tun, um diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken!"

Elbe-Havel-Land. Nicht mal mehr 9000 Einwohner gibt es in den Orten zwischen Sandau und Wust-Fischbeck. Durchschnittlich 200 Bürger weniger gibt es jährlich. 2004 wies die Statistik noch 10082 Menschen aus, 2006 waren es 9773, zwei Jahre später 9362 und Ende letzten Jahren genau 8988. Der Einwohnerstand am gestrigen Freitag betrug genau 8944 Männer, Frauen und Kinder.

"Wenn wir jedes Jahr 200 Einwohner verlieren, hat das Auswirkungen auf unser Leben und wir müssen uns Gedanken machen, wie wir dem Trend entgegenwirken können. Wir dürfen das nicht einfach so hinnehmen", erklärte Günter Bähne, Verbandsgemeinderatsmitglied aus Klietz. Arnold Bausemer aus Hohengöhren fügte an: "Dazu kommt, dass die Bürger immer älter werden. In zehn Jahren ist ein Drittel unserer Bevölkerung älter als 65 Jahre."

Bürgermeister Bernd Witt erklärte, dass Ideen gefragt sind, was man machen könne. Das A und O sei der Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen, "das Leben im Elbe-Havel-Land muss lebenswert bleiben". Er schlug vor, einen Fachmann einzuladen, "um die wissenschaftliche Seite zu beleuchten". Gerhard Faller-Walzer aus Wust könnte sich gut vorstellen, eine Zukunftswerkstatt zu bilden, um alle Ideen zu bündeln.

Als ersten Schritt will die Verbandsgemeinde eine Gesprächsrunde mit einer Expertin organisieren, die sich mit den Zukunftsaussichten in der Altmark beschäftigt hat.