Havelberg (as). Böiger Wind hat am Sonnabend den Mitgliedern des Havelberger Modellflugclubs "Otto Lilienthal" ganz schön zu schaffen gemacht. Die Segelwettbewerbe waren nicht so leicht zu meistern, vor allem die perfekte Landung möglichst weit vorn im auf der Wiese gekennzeichneten "V" war eine Herausforderung. Neun Vereinsmitglieder stellten sich anlässlich des Walter-Luksch-Gedenkfliegens dieser Aufgabe. Zum 16. Mal fand diese Veranstaltung, die in Erinnerung an den Gründer des Modellflugsports in Havelberg Walter Luksch ins Leben gerufen wurde, statt. Sie ist alljährlich der Auftakt im Wettkampfjahr. Es sind immer Segelwettbewerbe, die stattfinden, aber jedes Jahr wird was anderes gemacht, berichtet Arno Luksch. Es ist ein leichtes Programm, damit jeder mitmachen kann, auch die, die im Winter neu zum Verein gekommen sind.

Neu in der Runde der Modellflugsportler ist André Förster. Bei seinen Starts konnte er sich am Sonnabend auf die Hilfe der erfahrenen Mitglieder verlassen. Bei diesem starken Wind hätte er Start und vor allem Landung des Fliegers allein nicht geschafft, sagte der Havelberger. Uwe Mech stand ihm zur Seite, zeigte ihm, wie\'s geht. André Förster gefällt dieser Sport. "Aber ich mache das aus Spaß an der Freude. An Wettkämpfen nehme ich nur teil, wenn es sich ergibt. Der Modellflugsport ist ein schönes Hobby, bei schönem Wetter hat man hier schnell ein schönes Ziel." Ein eigenes Flugzeug hat er im Winter schon gebaut. Sohn Alexander macht ebenfalls im Verein mit. Ivonne Förster und Töchterchen Iljana drückten beiden am Rande des Flugfeldes die Daumen.

Beim Segelwettbewerb ging es am Sonnabend in drei Durchgängen darum, die Flugzeit von zehn Minuten möglichst auf die Sekunde auszunutzen und dann weit vorn in der Spitze des V zu landen. Insgesamt zwei Minuten Motorbetrieb durften dabei zur Unterstützung des Segelfluges genutzt werden.

Für die jungen Mitglieder des Vereins, der im nächsten Jahr 40 Jahre besteht, war am Nachmittag der Freiflugwettbewerb geplant. Dabei werden die Flieger per Seil hochgezogen und müssen dann zwei Minuten lang von allein fliegen, erklärt Arno Luksch. Damit bereiten sich die Kinder auf den Jugendwettbewerb in Bölsdorf und die Landesmeisterschaften vor.

Für den Besten des Walter-Luksch-Gedenkfliegens gibt es am Ende den Wanderpokal, auf dem Namensschilder die Gewinner der Vorjahre anzeigen. "Jeder hat den Ehrgeiz, da mal drauf zu erscheinen", sagt Arno Luksch. Die meisten Schilder haben Magnus Wienecke und Uwe Mech. Platz ist übrigens genug. Ist ein Holzfuß voll, wird der nächste darunter gesetzt.

Eva Luksch sponsert jedes Jahr die Veranstaltung, die im Gedenken an ihren Mann stattfindet. Mit Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen war für das leibliche Wohl und auch Gemütlichkeit gesorgt.