Gestern war in Jederitz offiziell Start für den grundhaften Ausbau der Ortsdurchfahrt im Zuge der Landesstraße 2. Zur ersten Bauberatung nutzten Anwohner gleich die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Begonnen wird zunächst mit dem Regenwasserkanal. Die Ortsdurchfahrt wird voll gesperrt. Eine weiträumige Umleitung ist eingerichtet.

Jederitz. Im ersten Bauabschnitt wird im Bereich Kreuzung und Waldstraße der Regenwasserkanal eingebracht, informiert Siegbert Röhl, Bauleiter beim Landesbetrieb Bau Nord gestern im Gespräch mit der Volksstimme. Diese Arbeiten beginnen heute. Gestern wurde gemeinsam mit dem Straßenverkehrsamt die Umleitungsstrecke kontrolliert und zum Beispiel geschaut, wo noch eventuelle Zusatzschilder erforderlich sind. Für die Zeit der Bauarbeiten wird die Ortsdurchfahrt voll gesperrt. Der Verkehr auf der Strecke Havelberg - Rhinow wird über Wulkau, Kamern, Warnau und Garz umgeleitet. Für die Jederitzer wird eine innerörtliche Umleitung eingerichtet.

Im zweiten Bauabschnitt, mit dem nach Pfingsten am 14. Juni begonnen werden soll, erfolgt dann der grundhafte Ausbau der gesamten Ortsdurchfahrt. Aufgrund des schlechten Untergrunds wird eine hydraulich gebundene Tragschicht (der Fachmann spricht von der HGT-Schicht) als Unterbau eingebracht, darauf folgen Tragschicht und Deckschicht. Die zum Teil recht holprige Pflasterstraße durch das Haveldorf hat damit ausgedient. Künftig rollt der Verkehr über eine Schwarzdecke.

Die Einmündungen zu den abgehenden Straßen werden mit Pflaster angepasst. Gleiches gilt für die vorhandenen Natursteinbereiche an der Ortsdurchfahrt, sagte Ines Birkholz vom Havelberger Bauamt. Angepasst werden auch die Zufahrten zu den Grundstücken. Die Gehwege entlang der Hauptstraße sind noch relativ neu, bleiben so, wie sie sind.

Während der Bauarbeiten wird die Zufahrt zu den Grundstücken weitgehend gewährleistet, sagte Siegbert Röhl. Allerdings gibt es Phasen, wo dies nicht möglich ist, zum Beispiel bei Tiefbauarbeiten oder dem Aufbringen der Schwarzdecke.

Ein zentraler Sammelplatz für die Müllbehälter wird auf dem Platz im Kreuzungsbereich eingerichtet, dort stehen bereits Glascontainer. Auf diesem Platz wird sich auch die Bushaltestelle befinden.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Mitte August dauern. "Im Herbst folgen dann die Ersatzpflanzungen für die gefällten Bäume", so Siegbert Röhl. Welche Bäume das sein sollen, entscheidet der Ortschaftsrat, sagte Ines Birkholz.

Das Land investiert rund 530 000 Euro in diese Baumaßnahme. Die 420 Meter lange Straße wird auf einer Breite von 6,50 Metern ausgebaut. Eine Stendaler Firma hat den Zuschlag für die Arbeiten bekommen.

Bauberatung ist jeden Montag ab 8 Uhr. Hier besteht auch für Anwohner die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Probleme anzusprechen.