Zum Internationalen Museumstag an diesem Sonntag, 15. Mai, wartet das Havelberger Prignitz-Museum mit einem interessanten Programm auf. Mitarbeiter und Freunde entführen Besucher modisch in die zurückliegenden Jahrhunderte und lassen dabei so manche historische Person aufleben. In Kamern steht im Fachwerkhaus-Museum Frau Harke im Mittelpunkt.

Havelberg/Kamern. "Kleider machen Leute" ist die historische Modenschau überschrieben, zu der das Prignitz-Museum am Sonntag willkommen heißt. Treff ist um 15 Uhr auf dem Domplatz. Nach einer Runde durch den Dom geht es ins Museum, wo die Besucher außerdem Kostproben von Leckereien nehmen können, die nach alten Rezepturen hergestellt werden. Nonnenküsschen gehören dazu, nennt Museologin Antje Reichel ein Beispiel.

Nonnenküsschen zum Probieren

All zu viel möchte sie aber noch nicht verraten, ein wenig Überraschung soll für den Sonntag bleiben. Das betrifft auch die historischen Personen, die die Museumsmitarbeiter und ihre Freunde an dem Nachmittag aufleben lassen wollen.

Gespannt darf man auf jeden Fall sein. Die Kostüme, in die rund ein Dutzend Akteure schlüpfen werden, sind historischen Vorlagen nachempfunden. Einige Originale, die sich im Fundus des Museums befinden, werden zur Ansicht präsentiert. Die Museumsmitarbeiter erklären an dem Nachmittag außerdem, wer welche Kleidung getragen hat und warum, sagt Antje Reichel. Der Eintritt ist frei, geöffnet ist von 10 bis 18 Uhr.

Ursprünglich wollten die Mitarbeiter anlässlich des Internationalen Museumstages, der in diesem Jahr unter dem Motto "Museen, unser Gedächtnis!" steht, die Sonderausstellung zu Ehren des Havelberger Malers Kurt Henschel eröffnen, der Ende Mai 90 Jahre alt geworden wäre. Doch sind im Kreuzgang Sanierungsarbeiten erforderlich. Deshalb wurde die Ausstellung "Kurt Henschel zum Neunzigsten" auf den 16. Juli verschoben.

In Kamern bietet das Fachwerkhaus-Museum in der Dorfstraße 15 am Sonntag von 14 bis 18 Uhr Führungen durch das historische Haus an. Außerdem gibt es eine Ausstellung zum Frau-Harke-Sagenpfad. Besucher können sich den Begegnungspunkt als Sitzgruppe "Zur Frau Harke" anschauen. In gemütlicher Runde soll zudem über den aktuellen Stand der Buga-Vorbereitung gesprochen werden, kündigt Günter Klam, Vorsitzender des KulTour-Vereins, an.