Schönhausen (sl). Von zwei Helferinnen, die den Erzieherinnen so manchen Handgriff abnahmen und dadurch mehr Zeit für die pädagogische Arbeit ließen, musste sich gestern der Schönhauser Kindergarten verabschieden. Roswita Falke war anderthalb Jahre im "Spatzennest" tätig, Regina Pultermann insgesamt viereinhalb Jahre mit kurzer Unterbrechung. Beiden hat die Arbeit in den Gruppen und in der Küche bei der Essenzubereitung Spaß gemacht, "wir würden gern bleiben, aber das geht ja leider nicht", bedauert Regina Pultermann, die in diesem Jahr 60 wird und wenig Hoffnung hat, noch einmal Beschäftigung zu bekommen. "Langeweile werde ich aber trotzdem nicht haben, allein meine fünf Enkelkinder sorgen für Abwechslung." Weil zwei davon, Lisa und Willy, in den Kindergarten gehen, kann sie immer mal wieder im "Spatzennest" vorbeischauen.

Auch Leiterin Angela Hensche bedauert, dass Roswita Falke und Regina Pultermann gehen müssen. Weil es für Kindereinrichtungen auch keine Maßnahmen mehr auf dem zweiten Arbeitsmarkt gibt (die Volksstimme berichtete), "müssen wir unsere Arbeit zu Lasten der pädagogischen Arbeit nun neu organisieren".